Kindheitstraum(a): Aufgewachsen am Assmannshäuser Höllenberg …

Ok, vielleicht bin ich etwas vorbelastet, geboren in Rüdesheim, aufgewachsen direkt am Assmannshäuser Höllenberg, zur Schule gegangen direkt am Hang gegenüber. Jedenfalls freue ich mich immer, einen Assmannshäuser Höllenberg auf der Weinkarte zu finden. Woran auch immer das liegt, ich finde ihn immer öfter von einer Unzahl von Winzern. So groß war mir der Höllenberg gar nicht in Erinnerung. Da muss also etwas anderes passieren. Nur ein Marketingtrick der Rheingauer Winzer? Sollte der jeweilige Winzer gar nicht der „Original-Hersteller“ sein und außer dem Etikett und dem Preis nichts wirklich Wertschöpfendes beisteuern? Und wenn doch ein Quäntchen individueller Wert- bzw. Geschmacksschöpfung vom Winzer drin sein sollte – was und wieviel? Man kennt das ja aus vielen anderen Branchen, wie z.B. Automobile. Wieviel VW ist in Seat oder Skoda? Diese Diskussion hatte ich ja bereits kürzlich mit UWL. Es spricht ja auch gar nichts dagegen, aber die Automobilbranche gibt sich da mehr Mühe der Differenzierung und spricht auch offen darüber.
Wie ist das nun genau beim Assmannshäuser Höllenberg? Und wenn es so sein sollte, wie ich befürchte – wie erkennt man ein „Original“, also einen Wein, bei dem der Winzer von der Rebe bis zum Glas selbst Hand anlegt? Verlange ich zuviel? Aber vielleicht ist es ja auch ganz anders und es handelt sich nur um ein Kindheitstraum(a)? Aber vielleicht wird es Aufklärung geben bei unserer nächsten Jahrgangsprobe, wo ja auch der Rheingau wieder zum Zuge kommt.

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