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Vertikalprobe des Collegium Vini (Gemini)

Vertikalprobe: Große Lagen. Große Jahrgänge. Große Reife.

Wir laden ein zu einer besonderen Vertikalprobe, die große Herkunft, Reife und Stilwandel über mehr als drei Jahrzehnte ins Glas bringt: von der Mosel über Rheingau, Rheinhessen und Franken nach Wallis, Bordeaux, in die Toskana und ins Priorat. In Flights aus jeweils drei Jahrgängen desselben Weins zeigen wir, wie Herkunft bleibt – und Zeit alles verändert. Gereifte Süße, große trockene Rieslinge, charaktervoller Silvaner, Pinot Noir, klassischer Bordeaux und ein großer Super Tuscan: Zum Essen begleiten uns Magnums Martinet Bru. Eine Probe mit Tiefe, Spannung und Genuss, für alle, die nicht nur trinken, sondern vergleichen, entdecken und diskutieren wollen. Immerhin haben wir dieses Jahr 75-jähriges Jubiläum – das ist der erste Schritt, gebührend zu feiern.

Mittwoch, 22.4.2026 im Parkhotel am Taunus, Oberursel (U3, Haltestelle Waldlust)
Hohemarkstraße 168
61440 Oberursel / Taunus
Mitgliederversammlung: 18 Uhr
Vertikalprobe: 19 Uhr

Vorab ein Hinweis: bei der folgenden Darstellung fehlen zum Teil noch Weine oder Angaben, es kann sich auch noch einiges an Details ändern, an der Reihenfolge sowieso – aber nicht an der Qualität! Ich möchte nur die Vorfreude vermitteln, die alleine schon die Planung dieser Vertikalprobe bereitet hat.
Wir alle kennen ja das Erdener Treppchen, insbesondere auch von unserer Moselreise im letzten Jahr. Aber das, was jetzt kommt, kennen wir noch nicht.

Herr Thiel schreibt: „Die Weine kommen aus der Lage Erdener Treppchen und sind alle in der besonderen Parzelle „Herzlei“ geerntet worden (die Lage wurde uns auch bei Christian Hermann vorgestellt). Im Einzelnen handelt es sich um folgende Weine:
2001 Erdener Treppchen Spätlese
1997 Erdener Treppchen Auslese
1990 Erdener Treppchen Auslese
Die Weine stammen aus dem Weingut Erben Hubert Schmitges, Erden und befinden sich seit geraumer Zeit bei mir im Keller. Letzter Erntejahrgang des Weingutes war der Jahrgang 2001. Die Weinberge aus diesem Weingut werden heute vom Weingut Dr. Hermann bewirtschaftet.“

Burkhard Vieth möchte uns das Weingut Künstler mit der Hochheimer Hölle GG vorstellen. Details folgen noch.
Die Hochheimer Hölle ist eine VDP.GROSSE LAGE am Main, südlich ausgerichtet und klimatisch begünstigt durch den Schutz des Taunus. Künstler beschreibt die Weine der Lage als kraftvoll, mineralisch, würzig und ausgesprochen langlebig; das Gut selbst gehört zu den prägenden VDP-Betrieben des Rheingaus. Das verspricht einen Flight mit viel Zug, Würze und Reifespannung.

Aus dem Keller von Ulrich Beck bekommen wir drei Jahrgänge des Brunnenhäuschen Rieslings. Beim berühmten Westhofener Brunnenhäuschen handelt es sich um eine südlich ausgerichtete Spitzenlage, die direkt an den Morstein grenzt und in ihren besten Teilen auf das historische Gewann Abtserde zurückgeht. Charakteristisch sind die späte Reife durch Höhenlage und Westwind sowie kalkreicher Mergel; das spricht für einen kühlen, tiefen, eher spannungsvollen Riesling-Flight mit viel Struktur statt bloßer Fruchtfülle.

Daniel Kusebauch hat einen Küchenmeister besorgt: Weltner, Küchenmeister Erste Lage – 2013 / 2017 / 2021
Paul Weltner steht in Franken für einen eigenständigen, mineralischen, fordernden Stil, mit klarem Schwerpunkt auf Silvaner. Sein Filetstück liegt in der Hoheleite im Küchenmeister. Die drei Jahrgänge erzählen bereits schön von Reife und Stil: 2013 wird aktuell noch als frisch, präzise und sehr mineralisch mit großem Reifepotenzial beschrieben, 2017 wirkt gereift, vollmundig, mineralisch und sehr lang, 2021 zeigt laut Eichelmann viel Frische, Klarheit und Grip.

Edith und Georg Weiss haben ihre umfangreichen Weinschätze durchsucht und folgendes gefunden: Mathier L’Ambassadeur – Pinot Noir, Schweiz – 1997 / 2001 / 2004. L’Ambassadeur ist der Top-Pinot des Hauses Mathier aus Salgesch im Wallis. VINUM beschreibt die Herkunftslage La Raspille als kalk- und magnesiumreich; Falstaff hebt Mathier als Haus hervor, das besonders für Pinot Noir bekannt ist und seit 2001 von Diego und Nadia Mathier geführt wird. Damit steckt in eurem Flight auch ein leiser Generationsbogen: 1997 noch alte Schule, 2001 als Übergangsjahr, 2004 bereits stärker in der Diego-Mathier-Ära verankert.

Aus dem Keller von Reinhard Hägemann kommen Weine aus Priorat (Spanien), Toskana (Italien) und Bordeaux (Frankreich).

Zum Essen: Martinet Bru, Sara Pérez – 2015 Magnum / 2019 Magnum
Martinet Bru ist der zugänglichere Bruder von Clos Martinet, aber keineswegs ein Nebenwein ohne Anspruch. Mas Martinet ist eines der prägenden Güter des modernen Priorat; Sara Pérez führt das Haus seit 2000 mit agroökologischem Ansatz weiter. Für 2019 ist dokumentiert, dass der Wein vor allem aus Mas Seró kommt, auf Llicorella wächst und vom kühlenden Garbinada-Wind profitiert — genau das macht ihn trinkig, frisch und dennoch klar priorat-typisch. Jahrganglich sind beide Magnums attraktiv: 2015 galt in Priorat als potenziell bester Jahrgang der vorangegangenen fünf Jahre, 2019 als Topjahr in Katalonien.

Château Le Boscq, Saint-Estèphe – 2010 / 2014 / 2019
Le Boscq ist ein Cru Bourgeois Exceptionnel in Saint-Estèphe, direkt an der Gironde, auf Graves mit Tonanteil. Das Gut verbindet laut Dourthe die typische Kraft von Saint-Estèphe mit ungewohnter Finesse. Jahrganglich ist das ein schöner linker-Bank-Bogen: 2010 gilt als klassisch strukturierter Langstreckenjahrgang, 2014 eher frisch und „klassisch“ gebaut, 2019 dagegen dicht, präzise und zugleich sehr lebendig.

Rampolla Sammarco – 2014 / 2016 / 2018
Sammarco ist einer der legendären toskanischen IGT-Weine von Castello dei Rampolla: im Kern Cabernet Sauvignon, ergänzt durch Sangiovese und Merlot, ausgebaut in Beton, Tonneaux und größeren Holzfässern. Stilistisch ist er elegant, frisch und tanninstark. Die Jahrgänge liefern viel Dramaturgie: 2014 leichter und säurebetonter, 2016 monumental mit Struktur und langem Leben, 2018 sehr elegant, pur und poliert.

Anmeldung

Die Plätze für diese außergewöhnliche Probe sind begrenzt, Mitglieder haben natürlich Priorität. Ich bitte hierfür um Verständnis, falls das Interesse größer als erwartet sein sollte.

Anmeldung bitte bis spätestens zum 15.4.2026 über das Formular unten.

Ich freue mich außerordentlich auf zahlreiches Kommen!

Klaus Rössler, Präsident


    Verbindliche Anmeldung zu

    Vertikalprobe: Große Lagen. Große Jahrgänge. Große Reife.
    Mittwoch, 22.4.2026 um 19:00 Uhr
    im Parkhotel am Taunus in Oberursel (U3, Haltestelle Waldlust)
    Hohemarkstraße 168
    61440 Oberursel / Taunus

    Teilnehmer/in 1:

    Anrede


    Teilnehmer/in 2:

    Anrede

    Der Kostenbeitrag dieser Veranstaltung beträgt für Mitglieder des Collegium Vini 125 € p.P. Gäste, die stets willkommen sind, bezahlen bitte einen Kostenbeitrag von 150 € p.P. Darin inkludiert sind neben allen Weinen auch Brot, Wasser, Trinkgelder sowie das Abendessen.
    Konto:
    Collegium Vini Gesellschaft für Weinkultur
    Commerzbank AG IBAN DE14 5004 0000 0313 0382 00


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