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Collegium Vini - Historische Weinlagen an der Mosel

Hervorragend! Historische Weinlagen an der Mosel

Dieses Highlight unserer Proben war ja bereits für letztes Jahr geplant, die Weine waren ebenfalls bereits vorbereitet. Wir hatten bei der Vorbereitung dieses Events gehofft, dass die Lage an der Corona-Front entspannter wäre, haben uns dann doch kurzfristig zu verschärften Zutrittsregeln, nämlich 2G plus (geimpft oder genesen, sowie zusätzlich tagesaktueller Schnelltest), entschlossen. Die Maßnahme wurde von Mitgliedern und Gästen des Collegium Vini ausdrücklich begrüßt und für gut befunden. So wurden aus den 2G an diesem Abend plötzlich 5G – nämlich zusätzlich Glück, Genuss und Gesundheit.

Collegium Vini - Historische Weinlagen an der Mosel
Collegium Vini – Historische Weinlagen an der Mosel

Schon die Vorstellung der ersten drei Weine hat erahnen lassen, was auf uns zukommt – wurden diese von Herrn Thiel doch als „Basisweine“ bezeichnet. Damit war das Fundament für eine wunderbare Probe gelegt.

Besonders erwähnenswert empfand ich die beiden Weine, die uns gespendet wurden – recht herzlichen Dank auch an dieser Stelle nochmals an Frau Dr. Schmitges-Thees und Herrn Ulsamer.

Herr Ulsamer präsentierte die Wehlener Sonnenuhr Riesling Spätlese 1997 ( 7,5 Vol%) vom Weingut Selbach-Oster aus Zeltingen, Mosel. Herr Ulsamer ist mit dem Winzer seit mehr 45 Jahren eng befreundet. Er brachte uns einen Zeitungsartikel aus der FAZ vom 12.8.21 mit, in dem Jakob Strobel y Serra Vater und Sohn Selbach vorstellt.

„Johannes Selbach keltert aus den besten Lagen an der MIttelmosel Rieslinge, die allein der Tradition verpflichtet sind und sich kategorisch allen Moden verweigern. …. Zeitlose Klassiker in der ureigensten Mosel-Stilistik, keine Zeitgeistweine, sind das Resultat dieser Kompromisslosigkeit, schlanke, puristische Rieslinge, aus denen die Kargheit und Säure des Devon-Schiefers sprechen. Es sind keine breitbeinigen Kraftprotze, die die Muskeln spielen lassen, sondern Primaballerinas, die Pirouetten auf dem delikaten Steillagen-Terroir drehen und dabei die Balance zwischen einem geringen Alkoholgehalt und der ganzen aromatischen Fülle eines Rieslings, zwischen einer frühen Ernte mit geringem Mostgewicht und der vollen physiologischen Reife der Frucht halten müssen …“

Was soll ich sagen – so war’s.

Frau Dr. Schmitges-Thees führte uns mit der Ürziger Würzgarten Auslese 1990 (8,5 Vol%) vom Weingut Erben Hub. Schmitges, Erden/Mosel, weit zurück in die Vergangenheit der Neunziger. Hier faszinierten mich Geruch und Geschmack nach Anis, Kümmel und auch Fenchel, nach einem kräftigen fränkischen Brot. Für mich ein Highlight dieser Probe.

Die drei Organisatoren und Präsentatoren dieser herausragenden Probe, Frau Dr. Schmitges-Thees, Herr Dr. Thees und Herr Thiel, erhielten zum Schluss – neben großem Applaus (auch nochmal von hier aus) – ein kleines Dankeschön vom Collegium Vini, ein schmackhaftes Olivenöl in einer wunderschön gestalteten Flasche bzw. einen besonderen Grappa von Berta in einer Spezialabfüllung des Ristorante Brighella.

Herzlichen Dank für diese Probe, nicht nur den drei Protagonisten, sondern auch dem Service des Steigenberger Hotels sowie – und das ganz besonders – den Teilnehmern des Abends für den Besuch und das Vertrauen in unsere Maßnahmen.

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