Va, pensiero, sull’ali dorate
Va pensiero

Va, pensiero, sull’ali dorate

Liebe Frau Machau,

Ihnen, dem Vorstand und allen Collegiaten wünsche ich Gesundheit und Glück in diesen besonderen Zeiten, in denen wir alle Gefangene einer übermächtigen Biologie geworden sind. Man möchte in Verdis Chor der Gefangenen einstimmen „Va, pensiero, sull’ali dorate;“ (Flieg Gedanke auf goldenen Schwingen…“). Sie sehnen sich nach den Ufern des Jordan und den Türmen Zions wie wir von den gemeinsam geschlürften Rieslingen und Spätburgundern träumen. Mögen wir alle bald wieder dort sein, wohin wir gehen möchten!

Grüße

Peter Hilgard


 

Lieber Herr Dr. Hilgard,

ein wenig seltsam war mir neulich die Umstellung auf diese andere Zeit schon.

Aber jetzt genieße ich diese anderen Abläufe. Heute habe ich mich auf eine Bank am Goetheplatz gesetzt, hatte mir einen wunderbaren Salat ausgepackt und in der warmen Sonne ganz in Ruhe gegessen. Schon tauchten ganz süße und viele Spatzen neben mir auf in der Hoffnung auf ein paar Nudeln aus meiner Box. Für mich war es eine Idylle, zusammen mit den Spatzen mich am Essen zu erfreuen. Es war eine herrliche ungewohnte Ruhe neben dem großen Goethe aus Stein, wo sonst nur Touristen mit ihren Kameras rumrennen. Ehrlich: Ich erlebe gerade für mich eine schöne Zeit.

Herzlichst

Ihre Gerda Machau

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