Das Collegium Vini versteht seit 1951 Weinkultur als soziale Praxis, nicht als Disziplin. Wein wird im Genuss im Kontrast der Landschaften, Rebsorten und Jahrgänge nicht erklärt, sondern besprochen.
Collegium Vini ist eine Gemeinschaft von Menschen, die Wein nicht konsumieren oder bewerten wollen, sondern ihn als kulturelles Gespräch verstehen.
Unsere Abende leben vom gemeinsamen Tisch, von Zeit, Aufmerksamkeit und der Bereitschaft, sich auf Vielfalt einzulassen. Wissen entsteht dabei nicht durch Belehrung, sondern im Austausch – beiläufig, offen und nachhaltig.
Das Collegium Vini versteht sich als bewusst überschaubare Gemeinschaft. Entscheidend ist nicht Vorwissen, sondern Haltung: Offenheit, Gesprächsfreude und Interesse an Wein als kultureller Praxis. Wer Freude daran hat, Wein als soziale Erfahrung zu begreifen, wer Genuss nicht von Gespräch trennt und sich lieber beteiligt als belehren lässt, ist eingeladen, Teil des Collegium Vini zu werden.
Wenn Sie Interesse an einer Mitgliedschaft haben oder das Collegium Vini kennenlernen möchten, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme.
Dann schreiben Sie uns doch eine Email an info@collegium-vini.de oder rufen Sie zu den üblichen Bürozeiten bei Herrn Klaus Rössler, Tel. 069-514461, an.
Klaus Rössler, Präsident Collegium Vini Gesellschaft für Weinkultur e.V.
Was ist das Collegium Vini?
Das Collegium Vini ist eine Gesprächs- und Genussgemeinschaft für Weinkultur.
Seit 1951 verstehen wir Wein nicht als Disziplin, sondern als soziale Praxis. Im Mittelpunkt stehen gemeinsame Abende, an denen Wein im Gespräch, im Essen und im Austausch erfahrbar wird, ohne Belehrung, ohne Bewertungssysteme, ohne Leistungsdruck.
Schon über 75 Jahre?
Das Collegium Vini besteht seit über 75 Jahren als Gesprächsgemeinschaft rund um Wein. Die Form hat sich verändert, die Haltung nicht: Wein wurde hier nie belehrt, sondern immer gemeinsam behandelt.
Warum ist dieses Format heute noch relevant?
Gerade heute, in einer Zeit von Rankings, Bewertungen und Beschleunigung, gewinnt das Gespräch als Form der Orientierung wieder an Bedeutung.
Muss ich über besonderes Weinwissen verfügen?
Nein.
Entscheidend ist nicht Vorwissen, sondern Haltung: Offenheit, Gesprächsfreude und Interesse an Wein als kultureller Erfahrung.
Weinwissen entsteht im Collegium Vini beiläufig, situativ und im Dialog.
Wie laufen die Veranstaltungen ab?
Die Abende finden in bewusst überschaubarem Rahmen statt, meist an großen runden 8er-Tischen.
Weine werden im Kontext von Landschaften, Rebsorten, Jahrgängen und Speisen erlebt und besprochen.
Es gibt keine Punktesysteme, keine Ranglisten und keine Prüfungslogik.
Gibt es im Collegium Vini Experten oder Verkostungsleiter?
Es gibt Gastgeber, Kuratoren und erfahrene Mitglieder – aber keine belehrenden Expertenrollen.
Das Gespräch steht im Mittelpunkt, nicht die Autorität einzelner Stimmen.
Warum verzichten Sie bewusst auf externe Experten? Ist das nicht anti-intellektuell?
Wir verzichten nicht auf Wissen, sondern auf Belehrung. Expertise darf in das Gespräch eingehen – sie dominiert es aber nicht.
Ist das nicht einfach ein geselliger Trinkabend mit schönem Überbau?
Geselligkeit ist kein Gegensatz zu Erkenntnis. Im Gegenteil: Gerade im Gespräch entstehen Differenzierung, Urteilskraft und kulturelles Verständnis.
Wie unterscheidet sich das von einem normalen Freundeskreis mit Weinflaschen?
Der Unterschied liegt in der Kuratierung. Beim Collegium Vini ist das Gespräch kein Zufall, sondern bewusst gestalteter Raum.
Was lernen die Teilnehmer denn konkret?
Sie lernen, über Wein zu sprechen – differenziert, offen und ohne Angst vor falschen Antworten. Das ist nachhaltiger als jedes Faktenwissen.
Welche Rolle spielt der Präsident des Collegium Vini?
Der Präsident versteht sich in erster Linie als Gastgeber und Kurator der Situation.
Seine Aufgabe ist es, den Rahmen für Gespräch, Austausch und Aufmerksamkeit zu schaffen – nicht, Wissen vorzugeben.
Ist das Collegium Vini unabhängig von kommerziellen Interessen?
Ja.
Das Collegium Vini ist unabhängig von kommerziellen Verwertungsinteressen, Sponsoring oder Verkaufsabsichten.
Die Auswahl der Weine folgt kuratorischen und kulturellen Kriterien, nicht Marktlogiken.
Ist das nicht eine Absage an professionelle Weinkritik?
Nein. Weinkritik ist eine Perspektive. Das Collegium Vini ist eine andere. Beides kann nebeneinander existieren.
Wie groß ist das Collegium Vini?
Das Collegium Vini ist bewusst keine große, offene Veranstaltungsgemeinschaft.
Die Qualität der Gespräche und der Atmosphäre ist wichtiger als Wachstum. Zu unseren Veranstaltungen kommen dennoch regelmäßig zwischen 30 und 50 Teilnehmer.
Wer passt gut zum Collegium Vini?
Menschen, die:
- Genuss und Gespräch miteinander verbinden
- Vielfalt schätzen
- bereit sind zuzuhören und sich einzubringen
- Wein nicht bewerten, sondern verstehen wollen
Nicht entscheidend sind Titel, Fachwissen oder beruflicher Hintergrund.
Wie werde ich Mitglied?
Eine Mitgliedschaft beginnt mit dem gegenseitigen Kennenlernen.
Interessierte nehmen Kontakt auf und erhalten die Möglichkeit, das Collegium Vini in seinem Rahmen und seiner Haltung zu erleben.
Gibt es eine Verpflichtung?
Mitglieder verstehen sich als Teil einer Gemeinschaft.
Es geht nicht um formale Pflichten, sondern um Präsenz, Respekt und Beteiligung am Gespräch.
Warum eine Mitgliedschaft – und kein offenes Tasting?
Weil Weinkultur Zeit, Aufmerksamkeit und Vertrauen braucht.
Das Collegium Vini bietet keinen Event-Konsum, sondern einen Raum für nachhaltige Erfahrung. Natürlich sind Gäste herzlich willkommen.
