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	<title>Burgund &#8211; Gesellschaft für Weinkultur e.V.</title>
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	<description>Das Collegium Vini versteht seit 1951 Weinkultur als soziale Praxis, nicht als Disziplin. Wein wird mit Genuss im Kontrast der Landschaften, Rebsorten und Jahrgänge nicht erklärt, sondern besprochen.</description>
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		<title>Beaune 1933 und Fleurie 1962, Abfüllung Louis d&#8217;Armont</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Klaus Rössler]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Mar 2025 07:07:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Kürzlich hatte ich unseren Schatzmeister, Dr. Thomas Thees, und unsere Kassenprüfer Michael Mölling und Burkhard Vieth zwecks Kassenprüfung des Collegium Vini e.V. zu Gast. Vorab: Diesbezüglich keine Besonderheiten. Was den Abend besonders machte, waren die beiden Weine, die wir gemeinsam verkostet haben. Unsere nächste Weinprobe dreht sich ja um Frankreich, also zog ich französische Weine [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Kürzlich hatte ich unseren Schatzmeister, Dr. Thomas Thees, und unsere Kassenprüfer Michael Mölling und Burkhard Vieth zwecks Kassenprüfung des Collegium Vini e.V. zu Gast. Vorab: Diesbezüglich keine Besonderheiten. Was den Abend besonders machte, waren die beiden Weine, die wir gemeinsam verkostet haben. Unsere nächste Weinprobe dreht sich ja um Frankreich, also zog ich französische Weine hervor. Beide Weine wurden von einem Händler namens Louis d&#8217;Armont speziell für eine deutsche Kundschaft abgefüllt und charmanterweise einfach nach den Weinbaugemeinden benannt: ein &#8222;Beaune&#8220; (Burgund) aus dem Jahr 1933 sowie einen &#8222;Fleurie&#8220; (Beaujolais) von 1962. Mehr musste man damals nicht wissen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem wir, wie zu erwarten, mit den Korken zu kämpfen hatten, erwiesen sich beide Weine überraschenderweise als mehr als trinkbar, so dass wir einen genussreichen und erstaunlichen Weinabend hatten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie man auf dem Foto sehen kann. geben die Eitketten nicht wirklich viel Auskunft &#8211; schon gar nicht im Vergleich mit den heutzutage vorgeschriebenen Angaben. </p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="2560" height="1920" src="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2025/03/beaune_louis-darmont_1933_20250312.jpeg" alt="Beaune von 1933, Abfüllung Louis d'Armont" class="wp-image-4470" srcset="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2025/03/beaune_louis-darmont_1933_20250312.jpeg 2560w, https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2025/03/beaune_louis-darmont_1933_20250312-300x225.jpeg 300w, https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2025/03/beaune_louis-darmont_1933_20250312-150x113.jpeg 150w, https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2025/03/beaune_louis-darmont_1933_20250312-768x576.jpeg 768w, https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2025/03/beaune_louis-darmont_1933_20250312-1536x1152.jpeg 1536w, https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2025/03/beaune_louis-darmont_1933_20250312-2048x1536.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /><figcaption class="wp-element-caption">Beaune von 1933, Abfüllung Louis d&#8217;Armont</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Beim &#8222;Beaune&#8220; von 1933 fielen in der Diskussion folgende Begriffe: sehr gereift, präsente Säure, gute Länge, fast noch fruchtig, Leder, Sherry, &#8222;sous bois&#8220; (im Holz gereift), Kirschmarmelade, Premier Cru, fast wie ein 10-15 Jahre alter reifer Burgunder. Die Rebsorte dürfte (natürlich) Pinot Noir gewesen sein, den Alkoholgehalt schätzten wir auf 12 -12,5%. Die Farbe war dunkle Ziegel, fast schon braun. Nach ein paar Minuten an der Luft wurde der Wein sogar besser. </p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="2560" height="1920" src="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2025/03/fleurie_louis-darmont_1962_20250312.jpeg" alt="Fleurie von 1962, Abfüllung Louis d'Armont" class="wp-image-4469" srcset="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2025/03/fleurie_louis-darmont_1962_20250312.jpeg 2560w, https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2025/03/fleurie_louis-darmont_1962_20250312-300x225.jpeg 300w, https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2025/03/fleurie_louis-darmont_1962_20250312-150x113.jpeg 150w, https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2025/03/fleurie_louis-darmont_1962_20250312-768x576.jpeg 768w, https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2025/03/fleurie_louis-darmont_1962_20250312-1536x1152.jpeg 1536w, https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2025/03/fleurie_louis-darmont_1962_20250312-2048x1536.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /><figcaption class="wp-element-caption">Fleurie von 1962, Abfüllung Louis d&#8217;Armont</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der &#8222;Fleurie&#8220; von 1962 erschien uns etwas &#8222;eindimensionaler&#8220;, was uns zur Diskussion über Beaujolais Primeur führte. Die Rebsorte dürfte hier Gamay gewesen sein. Es fielen Begriffe wie Kirsche (mon chérie), schlank, fruchtig, kräftige Säure. Die Farbe war etwas heller als beim &#8222;Beaune&#8220;, Alkoholgehalt wahrscheinlich ähnlich bei ca. 12%.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr konnten wir auch nicht zu diesen beiden Weinen herausfinden &#8211; vielleicht weiß der eine oder andere Weinfreund mehr? Bitte schreibt <a href="mailto:info@collegium.vini.de">mir</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Burgundische Finesse</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Klaus Rössler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Aug 2018 14:43:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ahr]]></category>
		<category><![CDATA[Burgund]]></category>
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		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<category><![CDATA[burgundische Finesse]]></category>
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					<description><![CDATA[mit diesem Artikel möchte ich zum einen an unsere Tagesfahrt an die Ahr am 25.8. erinnern, immerhin eines der kleinsten und schönsten Weinbaugebiete der Welt. Noch haben wir einige wenige Plätze im Bus frei. Wir beginnen am Vormittag mit dem Weingut Paul Schumacher in Marienthal mit 8 Weinen und einer herzhaften Vesper, besichtigen dann den [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>mit diesem Artikel möchte ich zum einen an unsere <a href="https://collegium-vini.de/2018/07/weinbaugebiet-ahr-julia-bertram-paul-schumacher-meyer-naekel/">Tagesfahrt an die Ahr am 25.8.</a> erinnern, immerhin eines der kleinsten und schönsten Weinbaugebiete der Welt.<br />
Noch haben wir einige wenige Plätze im Bus frei. Wir beginnen am Vormittag mit dem Weingut Paul Schumacher in Marienthal mit 8 Weinen und einer herzhaften Vesper, besichtigen dann den stillgelegten Regierungsbunker (bestimmt schön kühl!) und machen einen Zwischenstopp mit 4 Weinen bei Julia Bertram, bevor wir zu Fuß durch den Weinberg oder mit dem Bus im Klostergut Marienthal zunächst einen Wein direkt aus dem Holzfass im historischen Gewölbekeller aus dem 12. Jahrhundert probieren und dann mit Weinen von Meyer-Näkel und einem herzhaften Abendessen den Tag ausklingen lassen.<br />
Anmeldung wie immer per mail oder Telefon an Frau Machau. Wer jetzt immer noch zögert, dem kann ich auch nicht mehr helfen. Es sei denn, er liest weiter.</p>
<p>Auf der Fahrt an die Ahr wollen wir ja die Burgundische Finesse kennenlernen, die das Vorbild der Pinot Noirs an der Ahr ist. HaJo Kraus wird uns auf der Fahrt dazu mehr berichten, wie man diese Finesse interpretieren kann.</p>
<p>Für mich persönlich habe ich der Burgundischen Finesse jetzt auf der Rückfahrt von Südfrankreich nachspüren wollen, und zwar sozusagen im Herzen des Burgunds, in Beaune.<br />
In der Domaine des Vins, sicher sehr touristisch geprägt, nichtsdestrotz ein lustweckend gestalteter Weinverkaufsraum, wollte ich mir einen Wein zu Weihnachten, passend zu einem schönen Filet empfehlen lassen. Die Antwort erscheint mir typisch für die Burgundische Finesse, auf jeden Fall typisch für die französische Lebensart: &#8222;Zu einem Filet empfehle ich diesen, sollten bei dem Filet jedoch Morcheln dabei sein, empfehle ich jenen.&#8220; Wir werden das auf der Fahrt an die Ahr weiter diskutieren, hoffe ich.<br />
Ich werde zu gegebener Zeit berichten, welche Weine ich gekauft habe und was es dazu gab &#8211; mit oder ohne Morcheln.</p>
<p><figure id="attachment_1839" aria-describedby="caption-attachment-1839" style="width: 225px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/burgund_oeuf-meurette.jpg"><img decoding="async" src="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/burgund_oeuf-meurette-225x300.jpg" alt="Oeufs Meurettes, genossen mit einem bière Belenium" width="225" height="300" class="size-medium wp-image-1839" srcset="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/burgund_oeuf-meurette-225x300.jpg 225w, https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/burgund_oeuf-meurette-113x150.jpg 113w, https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/burgund_oeuf-meurette-768x1024.jpg 768w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1839" class="wp-caption-text">Oeufs Meurettes, genossen mit einem bière Belenium</figcaption></figure> Das Abendessen im Restaurant Le Fleury in Beaune war äußerst inspirierend. Als Vorspeise genoß ich Oeufs Meurette, pochierte Eier in einer Burgundersauce, dazu ein lokales Bier namens Belenium. Als Hauptspeise gab es &#8211; Trommelwirbel &#8211; Boeuf Bourguignon, wie konnte es anders sein. Dazu bestellte ich, wie es auf der Karte stand, einen Chorey-Les-Beaune Pièce du Chapitre Monopole 2014. Als mir wie üblich die Flasche gezeigt wurde, bemerkte ich, bestens geschult durch das Collegium Vini, dass der Jahrgang plötzlich 2013 war. Ich wollte aber unbedingt den 2014, weil, wie ich in der Zwischenzeit gegoogelt hatte, das Weingut Tollot-Beaut seit dem Jahrgang 2014 nach der Entrappung eine optische Traubensortiermaschine zusätzlich zur strengen Lese im Weinberg einsetzt. Das soll den Weinen nochmal ein Plus an Feinheit und Klarheit der Frucht geben, denn unreife oder unkorrekte Beeren werden per Luft rausgeschossen, und auch Stiele, Rappen oder anderer Beifang kommen nicht durch diese Kontrolle. Leider war der 2014 bereits ausgetrunken, was vielleicht auch an dem gegenüber 2013 weniger problematischen Jahrgang lag &#8211; aber auch der 2013 war ein perfektes Beispiel Burgundischer Finesse an diesem lauen Sommerabend im Burgund.</p>
<p>Während unserer Fahrt an die Ahr werden wir mehr erfahren über die Burgundische Finesse, und vielleicht kann ja auch eines unserer weinerzeugenden Mitglieder etwas zu den Geschmacksunterschieden mit und ohne optische Traubensortiermaschine sagen. Würde mich interessieren.</p>
<p>HaJo Kraus und ich freuen uns, möglichst viele von Ihnen auf der Fahrt an die Ahr begrüßen zu dürfen.</p>
<p>Mit vinophilen Grüßen</p>
<p>Klaus Rössler<br />
E=merlot * cabernet²</p>
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