<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Peter Hilgard &#8211; Gesellschaft für Weinkultur e.V.</title>
	<atom:link href="https://collegium-vini.de/author/hilgard/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://collegium-vini.de</link>
	<description>Das Collegium Vini versteht seit 1951 Weinkultur als soziale Praxis, nicht als Disziplin. Wein wird mit Genuss im Kontrast der Landschaften, Rebsorten und Jahrgänge nicht erklärt, sondern besprochen.</description>
	<lastBuildDate>Mon, 30 Mar 2020 19:18:56 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	

<image>
	<url>https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/06/cropped-collegium-vini_512x512-1-32x32.jpg</url>
	<title>Peter Hilgard &#8211; Gesellschaft für Weinkultur e.V.</title>
	<link>https://collegium-vini.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Der Wein in Zeiten des Corona: Das trinken Isabel del Olmo und Dr. Peter Hilgard</title>
		<link>https://collegium-vini.de/2020/03/der-wein-in-zeiten-des-corona-das-trinken-isabel-del-olmo-und-dr-peter-hilgard/</link>
					<comments>https://collegium-vini.de/2020/03/der-wein-in-zeiten-des-corona-das-trinken-isabel-del-olmo-und-dr-peter-hilgard/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Hilgard]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Mar 2020 19:18:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weinnotizen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://collegium-vini.de/?p=2666</guid>

					<description><![CDATA[Die Frage, was an den Zwanziger-Jahren des vergangenen Jahrhunderts „golden“ war ist mehr als berechtigt. Gemessen an der immensen Tristesse nach dem ersten Weltkrieg war das Aufkeimen demokratisch-freiheitlicher Gesinnung in der Weimarer Republik ein Hoffnungsschimmer, der die Kreativen zum Schaffen angeregt hatte, was wiederum ein wenig Glamour in die soziale Dunkelheit brachte. In der Rückschau [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p></p>



<p>Die Frage, was an den Zwanziger-Jahren des vergangenen Jahrhunderts „golden“ war ist mehr als berechtigt. Gemessen an der immensen Tristesse nach dem ersten Weltkrieg war das Aufkeimen demokratisch-freiheitlicher Gesinnung in der Weimarer Republik ein Hoffnungsschimmer, der die Kreativen zum Schaffen angeregt hatte, was wiederum ein wenig Glamour in die soziale Dunkelheit brachte. In der Rückschau wurde dies vordergründig als „goldener“ Schimmer am Horizont interpretiert. Gleichzeitig wühlten bereits die Totengräber des gesamten moralischen Wertesystems im Untergrund und brachten es auf brutalste Weise eine Dekade später zum Zusammenbruch. Ich finde die kollektive Mär von den „goldenen Zwanzigern“ unaufrichtig und realitätsfremd und hoffe sehr, dass ein Jahrhundert später keine Analogien mehr mit dieser Zeit gezogen werden müssen! <br>Gerne folge ich der Anregung unseres Präsidenten und berichte von einem Wein, der unter den vielgeschmähten deutschen Rosés ein origineller Vertreter ist: Er stammt vom rheinhessischen Weingut Peth-Wetz in Bermersheim und ist der „2018 Klarett Rosé“, eine trockene Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Merlot und Cabernet Franc. Im Duft hat er rote Früchte und zarte Kräuter, beides findet sich im Geschmack wieder, unterlegt mit feinen Tanninen und spritziger Säure. Dies ist kein Mainstream-Rosé, sondern einer mit Charakter und Persönlichkeit, gerade richtig um zu zweit in der Corona-bedingten sozialen Isolation genossen zu werden.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://collegium-vini.de/2020/03/der-wein-in-zeiten-des-corona-das-trinken-isabel-del-olmo-und-dr-peter-hilgard/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Einsichten zum georgischen Wein</title>
		<link>https://collegium-vini.de/2019/10/einsichten-zum-georgischen-wein/</link>
					<comments>https://collegium-vini.de/2019/10/einsichten-zum-georgischen-wein/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Hilgard]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Oct 2019 17:24:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Georgien]]></category>
		<category><![CDATA[Weinnotizen]]></category>
		<category><![CDATA[Qvevri]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://collegium-vini.de/?p=2204</guid>

					<description><![CDATA[Georgien ist ein faszinierendes Land. Die Schönheit der Landschaft am Fuße des Kaukasus, die Fruchtbarkeit seiner Täler und Ebenen und die unzähligen Kulturdenkmäler , die von einer großen Vergangenheit erzählen, ziehen jeden Reisenden sofort in ihren Bann. Das Symbol der Heiligen Nino („die Erleuchterin Georgiens“), die im 4. Jahrhundert das Christentum brachte, ist das Weinrebenkreuz [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>
Georgien
ist ein faszinierendes Land. Die Schönheit der Landschaft am Fuße
des Kaukasus, die Fruchtbarkeit seiner Täler und Ebenen und die
unzähligen Kulturdenkmäler , die von einer großen Vergangenheit
erzählen, ziehen jeden Reisenden sofort in ihren Bann. Das Symbol
der <em>Heiligen Nino</em>
(„die Erleuchterin Georgiens“), die im 4. Jahrhundert das
Christentum brachte, ist das Weinrebenkreuz und bezeugt die große
spirituelle (und nebenbei auch wirtschaftliche) Bedeutung des
Weinbaus für dieses Land zu allen Zeiten. &nbsp;Auf der Weinreise
des Collegium Vini dorthin (vom 15. bis 23.09.19)&nbsp;wurden viele
der genannten Aspekte des Landes sicht- und erlebbar. Es wäre
vermessen auch nur ansatzweise zu versuchen die Eigenart Georgiens
zwischen postkommunistischer Tristesse und dynamischem geistigem und
ökonomischem Aufbruch in Kürze beschreiben zu wollen und daher
möchte ich mich ausschließlich auf den önologischen Aspekt der
Reise konzentrieren. Ich will versuchen jenseits des rein
Deskriptiven meine ganz persönliche Wahrnehmung des Gesehenen und
Erlebten mitzuteilen und bitte um Nachsicht, wenn ich gleich zu
Beginn etwas weiter aushole:</p>



<figure class="wp-block-image"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1898" height="2945" src="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2019/10/Georgien_Hilgard-1.jpg" alt="Das Rebenkreuz der Heiligen Nino vor der Swetichoveli-Kathedrale in Mzcheta (Foto: Dr. Peter Hilgard)" class="wp-image-2208" srcset="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2019/10/Georgien_Hilgard-1.jpg 1898w, https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2019/10/Georgien_Hilgard-1-97x150.jpg 97w, https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2019/10/Georgien_Hilgard-1-193x300.jpg 193w, https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2019/10/Georgien_Hilgard-1-768x1192.jpg 768w" sizes="(max-width: 1898px) 100vw, 1898px" /><figcaption>Das Rebenkreuz der Heiligen Nino vor der Swetichoveli-Kathedrale in Mzcheta (Foto: Dr. Peter Hilgard)</figcaption></figure>



<p>
Ich
glaube, dass unter der heutigen Jugend, soweit sie überhaupt dem
Wein als Genussmittel zugänglich ist, die sog. „Naturweine“ eine
Art Kultstatus haben. In unseren Breiten ist es eine neue, urbane
Mittelschicht junger Erwachsener, die sich beim Wein dem Geschmack
der Väter und Großväter verweigert. Man möchte neue Wege gehen,
möglichst rational begründbar, und da haben sich, dem ökologischen
Zeitgeist voll entsprechend, die sog. „Naturweine“ &nbsp;angeboten.
Für diese stellte man einige Kriterien in den Raum, die erfüllt
sein müssen um den ungetrübten Genuss zu garantieren: (1) In den
Prozess der Vinifikation sollte von Seiten der Weinmacher möglichst
wenig eingegriffen werden, (2) der Wein sollte keine Zusätze,
selbstverständlich auch keine Schwefelverbindungen, enthalten und
schließlich sollte er (3) unfiltriert bleiben. Ökologischer Rebbau
ist ein „Muss“ für die Naturweine der weltweit aktiven
„Hipster“-Generation. Zwar gibt es keinerlei offizielle
Definition des „Naturweins“ aber alle europäischen Sprachen
haben den Begriff in ihren Wortschatz aufgenommen. Auf der Suche nach
nachahmenswerten Vorbildern wurde man in Georgien fündig und heute
ist die 8.000-jährige Weinkultur dieses Landes („Wiege der
Weinkultur“) der Standard aller Naturweinfreaks. Was von der UNESCO
2013 in Würdigung seiner langen Geschichte als immaterielles
Weltkulturerbe anerkannt wurde ist heute die Utopie progressiver
Ökowinzer auf der ganzen Welt. Paradoxerweise bezeichnen sich gerade
diese als önologische „Avantgarde“. Obwohl dies äußerst
seltsam klingt kommt es dem globalen Image und Absatz georgischer
Weine naturgemäß sehr gelegen.</p>


<p>[mappress mapid=&#8220;24&#8243;]</p>



<p>Im Focus der georgischen Vinifikation stand  seit jeher die „Qvevri“. Dabei handelt es sich um Tonamphoren  unterschiedlicher Größen in denen der Wein bereitet wird,  reift und gelagert wird. Die Töpferkunst diese Gefässe herzustellen ist leider auch in Georgien langsam dabei auszusterben. Es gibt wohl nur noch drei oder vier ernst zu nehmende Unternehmen, die Qvevris für höchste Qualitätsansprüche produzieren können.  Im Unterschied zur konventionellen, „europäischen“ Weinbereitung werden Most, Beerenschalen und Stiele samt Traubenkerne gemeinsam in die in die Erde eingegrabene Qvevri gegeben, unter ständigem Umrühren und Niederdrücken der Maische vergoren, luftdicht verschlossen, nach frühestens 6 Monaten abgestochen und konsumiert. Ein identisches Prozedere gilt gleichermaßen für Rot- wie für Weißweine. Diese methodische Basis wird nun in beinahe jeder Kellerei leicht abgewandelt und dem gewünschten Stil des jeweiligen Weinmachers angepasst. Mit am Gaumen spürbarem Erfolg ist dies im kleinen Weingut<strong> IAGO</strong> (Weinmacher: <em>Iago Bitarishvili</em>) in der Region Kartli geschehen. Während die so entstandenen Rotweine zwar viel Tannine und Farbstoffe enthalten, ähneln sie in ihrer Struktur und ihrem Geschmack den uns bekannten Kreszenzen. Bei den Weißweinen ist das völlig anders: bereits die Farbe, die meist ins Rötlich-Orange geht,  deutet auf erhebliche Unterschiede zu europäischer Standardproduktion. Das wird auch im Duft deutlich , wo mehr oder weniger oxydative Töne  in kräutrige Noten eingebunden sind. Auch Moos- und Pilz-Nuancen finden sich häufig. Am Gaumen zeigen alle Weißen aus der Qvevri  Tannine und Bitternoten. „Herb“ und „rustikal“ sind zwei Eigenschaften, die die weißen bzw. orangefarbenen Weine gut beschreiben (“Orange-wine”). Was mir in fast allen Kellereien besonders aufgefallen ist, sowohl bei den Rot- als auch bei den Weißweinen, ist die beinahe vollständige Abwesenheit von primären Fruchtaromen. Gleichermaßen aufgefallen ist mir, die geringe Aufmerksamkeit, die die Winzer offenbar auf ihre Rebgärten richten. Nicht ein einziges Mal wurde uns eine kellereigene Rebanlage gezeigt und auf das Thema angesprochen gab man sich immer sehr kurzangebunden. Besteht da etwa ein Zusammenhang zwischen mangelnder Frucht und Rebpflege?</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" width="1971" height="1843" src="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2019/10/Georgien_Hilgard-2.jpg" alt="Aussen vergipste „Qvevris“ (Tonamphoren) vor dem Vergraben in der Erde und daneben bereits in die Erde eingelassene (Weingut IAGO). (Foto: Dr. Peter Hilgard)" class="wp-image-2207" srcset="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2019/10/Georgien_Hilgard-2.jpg 1971w, https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2019/10/Georgien_Hilgard-2-150x140.jpg 150w, https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2019/10/Georgien_Hilgard-2-300x281.jpg 300w, https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2019/10/Georgien_Hilgard-2-768x718.jpg 768w" sizes="(max-width: 1971px) 100vw, 1971px" /><figcaption>Aussen vergipste „Qvevris“ (Tonamphoren) vor dem Vergraben in der Erde und daneben bereits in die Erde eingelassene (Weingut IAGO). (Foto: Dr. Peter Hilgard)</figcaption></figure>



<p>
Aus
&nbsp;meiner obigen Beschreibung der Eigenschaften von georgischen
Qvevri-Weinen ist vermutlich bereits erkennbar, dass sie mich
persönlich nicht voll überzeugt haben. Trotzdem muss ich
feststellen, dass sie große Charaktere sind, wie beispielhaft die
Weine des<strong> Château</strong>
<strong>Schuchmann</strong>
(Weinmacher: <em>Roland
Burdiashvili</em><em>)</em>
in Kisiskhevi. Man muss&nbsp; wohl an einen Paradigmenwechsel im
Weingeschmack glauben, wenn man diesen Weinen eine große Zukunft
voraussagen wollte. Die georgische Methode war ja auch nicht ganz so
einzigartig in der Geschichte des Weins wie man dem Besucher glauben
machen möchte: in Amphoren und auf der Maische wurde Wein auch bei
den Griechen und Römern bereitet und die spanischen „Tinajas“
aus Ton, die noch bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts fast überall
im Land anzutreffen waren, sind ganz bewusst &nbsp;zur Verbesserung
der Weinqualität zugunsten anderer Behältnisse verlassen worden.
Bei der Methodik der Weinbereitung gilt selbstverständlich ebenfalls
die Regel „das Bessere ist der Feind des Guten“. Auch die
Georgier haben dies, trotz aller Liebe für ihre Traditionen, längst
eingesehen&nbsp; und so gibt es ganz wunderbare “moderne“, (sog.
„europäische“) Weine. Manche davon stellen gar eine Synthese von
vorsichtig eingesetztem Qvevri- und Barrique-Ausbau dar.
Hervorragende Beispiele dafür sind das kleine Weingut <strong>Martali
Gvino</strong> (Weinmacher: <em>Nicolaz
und Mikhail Bitskinashvili</em>
sowie <em>Thomas Schubaeus</em>),
 in&nbsp; der Region Kachetien und natürlich das <strong>Château
Mukhrani </strong>nahe der Hauptstadt
Tiflis in der Mtskheta Region. In letzterem macht der u.a. in
Bordeaux ausgebildete deutsche <em>Patrick
Honnef</em>&nbsp;Weine von
überragender Qualität, deren rote Varianten tatsächlich ein wenig
an die Kreszenzen aus Pomerol erinnert haben.</p>



<p>
Man
kann nicht über die Weinkultur Georgiens schreiben ohne einige der
autochthonen Rebsorten des Landes, die fast immer reinsortig
ausgebaut werden, zu erwähnen. Es gibt angeblich an die 500
verschiedene Sorten und allen voran steht der rote Saperavi. Diese
Rebe bringt eine Färbertraube hervor, d.h. sie hat rotes
Fruchtfleisch und ist damit mit dem Dornfelder oder der Alicante
Bouschet vergleichbar. Ihre Qualität in Geschmack und Struktur der
Weine ist allerdings einzigartig und dem Cabernet Sauvignon oder dem
Merlot ebenbürtig. Die erwähnten großen Rotweine Georgiens sind
aus dieser Rebsorte, die übrigens auch sehr ansprechende, relativ
farbintensive, Rosés liefert. Weitere rote Rebsorten, die&nbsp;
manche Weine dominieren sind die Shavkapito, und die Aleksandrouli.
Man findet sie häufiger in Qvevri-Weinen. Unter den weißen Sorten,
die auch für den klassischen Qvevri-Ausbau benutzt werden, sind die
autochthonen&nbsp; Tsinandali, Rkatsiteli und Chinuri erwähnenswert.
Selbstverständlich werden auch junge, frische und sehr attraktive
Weiße im „europäischen“ Stil ausgebaut.</p>



<p>
Es
lohnt, sowohl unter dem Zukunftsaspekt als auch aus historischem
Interesse sich mit georgischem Wein zu beschäftigen. Die Vielfalt
der Vinifikationsmethoden und die jeweils dazu gehörigen Weine
ergeben ein spannendes Spektrum sinnlicher Erfahrungen, das jeden
Weinfreund nur erfreuen kann. Allerdings muss man für dieses
Erlebnis gelegentlich über den Schatten des eigenen, Jahre lang
gefestigten, Weingeschmacks springen.</p>



<p> Peter Hilgard</p>



<p></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://collegium-vini.de/2019/10/einsichten-zum-georgischen-wein/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Nochmal: mit dem Schiff auf dem Rhein (ein Nachtrag)</title>
		<link>https://collegium-vini.de/2016/10/nochmal-mit-dem-schiff-auf-dem-rhein-ein-nachtrag/</link>
					<comments>https://collegium-vini.de/2016/10/nochmal-mit-dem-schiff-auf-dem-rhein-ein-nachtrag/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Hilgard]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Oct 2016 10:44:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Collegium Vini]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelrhein]]></category>
		<category><![CDATA[Der kleine Prinz]]></category>
		<category><![CDATA[Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Herz]]></category>
		<category><![CDATA[Saint-Exupery]]></category>
		<category><![CDATA[Seele]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://collegium-vini.de/?p=1384</guid>

					<description><![CDATA[Meine Begeisterung über die önologische Schiffsreise mit dem Collegium Vini auf dem Rhein war so groß, dass ich eigentlich sofort darüber einen kleinen Beitrag schreiben wollte. Aber der heiße Sommer hatte in Andalusien die Trauben frühzeitig reifen lassen, so dass ich mich sofort nach der Rückkehr in den Süden begeben musste, da die Weinlese in [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Begeisterung über die <a href="https://collegium-vini.de/2016/05/einladung-zur-rheingau-tour/">önologische Schiffsreise</a> mit dem Collegium Vini auf dem Rhein war so groß, dass ich eigentlich sofort darüber einen kleinen Beitrag schreiben wollte. Aber der heiße Sommer hatte in Andalusien die Trauben frühzeitig reifen lassen, so dass ich mich sofort nach der Rückkehr in den Süden begeben musste, da die Weinlese in unseren Rebgärten bereits anstand. Im Reisegepäck befand sich Peter Sloterdijks neue Übersetzung von „Der kleine Prinz“. Mit diesem Kinderbuch für Erwachsene hat Antoine de Saint-Exupery noch kurz vor seinem Tode bekanntlich Weltliteratur geschaffen. Immer kann ich mich für die Aussage des Fuchses begeistern, der den kleinen Prinzen belehrte:<em> „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ </em>Da waren sie dann wieder vor meinem geistigen Auge, die Bilder von der hinreißenden Kulturlandschaft des Rheintals mit ihren Burgen, Schlössern, alten Dörfern und Weinbergen. Die <a href="https://collegium-vini.de/2016/08/probenliste-rheingau-tour-am-samstag-dem-27-august-2016-von-st-goarshausen-nach-eltville/">Weine</a>, die wir im Glas hatten, stammten allesamt von Trauben des Landes an dem wir gemächlich vorbeifuhren und dessen Terroir-Duft zu uns herüberwehte. Nach der späteren Lektüre des kleinen Prinzen wurde mir sehr deutlich, dass man das Herz nicht nur zum sehen benötigt, sondern genau so zum genießen eines Weines. <em>„Man schmeckt nur mit dem Herzen gut“</em> könnte man Saint-Exuperys Aussage abwandeln.</p>
<p>Was ist das Herz im Zusammenhang mit sinnlichen Genüssen wie dem Sehen und dem Geschmack? Das Herz kann nur der Geist sein, jene schöpferische Kraft, die in uns die Wahrnehmungen und Eindrücke mit der Seele verknüpft. Im Angesicht der Weinberge und Denkmäler beseelt der Geist unsere Sinne und macht aus dem Reiz von Geschmacks- oder Geruchsnerven ein komplettes und unverwechselbares Erlebnis. Der Geist ist das verborgene Wesen auch in der Person des Weintrinkers, wie wir alle auf der Rheinfahrt am 27. August, 2016 irgendwie gespürt haben. So kommt es auch im obigen <a href="https://collegium-vini.de/2016/08/impressionen-unserer-schiffahrt-mit-st-nikolaus/">schönen Beitrag </a>von Herrn Klaus Rössler zu der Reise zum Ausdruck.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://collegium-vini.de/2016/10/nochmal-mit-dem-schiff-auf-dem-rhein-ein-nachtrag/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Weinimpressionen aus dem Elbtal</title>
		<link>https://collegium-vini.de/2016/05/weinimpressionen-aus-dem-elbtal/</link>
					<comments>https://collegium-vini.de/2016/05/weinimpressionen-aus-dem-elbtal/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Hilgard]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 May 2016 16:25:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weinnotizen]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Weine]]></category>
		<category><![CDATA[Fourré Frédéric]]></category>
		<category><![CDATA[gemischte Bude]]></category>
		<category><![CDATA[Kastler Bernd]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Gräfe]]></category>
		<category><![CDATA[Miller Henry]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen]]></category>
		<category><![CDATA[Spätburgunder]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://collegium-vini.de/?p=1350</guid>

					<description><![CDATA[Die von unserem Mitstreiter Wolfgang Uhl organisierte Weinreise an die Elbe war aus meiner Sicht ein voller Erfolg und ich möchte an dieser Stelle ein paar sehr persönliche Highlights erwähnen, die selbstverständlich keinerlei Anspruch auf Objektivität haben können und wollen. Die spezifische Geschichte Sachsens hat bekanntermaßen zu dem heute üblichen kleinparzelligen Weinbau geführt. Kein Wunder, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die von unserem Mitstreiter <em>Wolfgang Uhl</em> organisierte Weinreise an die Elbe war aus meiner Sicht ein voller Erfolg und ich möchte an dieser Stelle ein paar sehr persönliche Highlights erwähnen, die selbstverständlich keinerlei Anspruch auf Objektivität haben können und wollen.</p>
<p>Die spezifische Geschichte Sachsens hat bekanntermaßen zu dem heute üblichen kleinparzelligen Weinbau geführt. Kein Wunder, dass sich sehr viele Individualisten und Quereinsteiger in dieser Region als Winzer betätigen. Einer von ihnen ist der Franzose <em>Frédéric Fourré</em>, den die Liebe zum Kleinen und Individuellen so erfüllt, dass es ihm nicht ausreicht zu betonen, dass er aus Paris kommt sondern er stolz verkündet, dass seine Heimat am Place de Clichy ist. Durch diesen Hinweis wurde ich unweigerlich an <em>Henry Millers</em> skandalumwitterten, autobiographischen Roman „Quiet days in Clichy“ (Stille Tage in Clichy) erinnert und der erste Schluck den ich von einem Fourré-Wein getrunken habe war tatsächlich ein außerordentlich sinnliches Erlebnis, eines <em>Henry Miller</em> durchaus würdig. Es war die Grauburgunder-Riesling Cuvée namens „Chéri“. Die klangliche Nähe zum Sherry war natürlich gewollt, denn der Wein wurde ganz bewusst oxydativ ausgebaut und erinnerte in der Nase und am Gaumen sehr an einen tiefgründigen Amontillado. Ungewöhnlich aber genussvoll und als Aperitif ein grandioser Appetitanreger!</p>
<p>Andere Schöpfungen des rührigen Franzosen waren der „Chimäre de Saxe“, in dem er einen Grauburgunder mit einem weiß gekelterten Spätburgunder vermählt hat. So einen Wein kann man eigentlich gar nicht in Verkehr bringen, denn Moste aus roten und weißen Trauben dürfen, laut Weingesetz, nicht miteinander verschnitten werden. Dass dieser Wein dennoch existiert ist nicht nur ein großes Glück für den Genießer sondern auch ein Hinweis auf die bewundernswerte Sorglosigkeit und Pfiffigkeit des Winzers. Noch ein Wein aus dem Schaffensbereich des <em>Frédéric Fourré</em> verdient hohes Lob: der wunderbare Essensbegleiter „Tu les Merites 2015“, eine Cuvée aus vier verschiedenen Weißweinen. Keine der verwandten Sorten war geschmacklich eindeutig zu erkennen sondern es war ein neuer, spannender Wein entstanden. Wer nach dem Genuss dieses Weins noch an dem Potential einer mit Vernunft und Herzblut zusammengestellten Mischung von verschiedenen Rebsorten zweifelt, kann nur ein unverbesserlicher Dogmatiker sein.</p>
<p>Ein wirklicher Quereinsteiger in Sachen Wein ist <em>Bernd Kastler</em>, der zusammen mit dem waschechten Sachsen <em>Enrico Friedland</em>, sehr bemerkenswerte Weine herstellt. Der Jurist <em>Dr. Bernd Kastler</em> war im Vorstand einer Frankfurter Pharmafirma, bevor ihn die Liebe zum Wein ins Elbtal brachte. Er und sein Partner besitzen Parzellen in Radebeuler Toplagen wie dem Johannisberg oder dem Goldenen Wagen bzw. dem Steinrücken. Seine Weine sind in einer bestimmten Weise sehr typisch sächsisch: feingliedrig, elegant und manchmal äußerst zart und beinahe zerbrechlich. Sein reinsortiger Sylvaner 2015, eine absolute Rarität in dieser Gegend, zeigt es: er schwebt wie eine duftende Fee über den Gaumen und hinterlässt in der Seele ein Lächeln. Ein Wein der tatsächlich glücklich macht. Einen Kontrapunkt stellt sein Weissburgunder 2015 dar, dieser ist deutlich kräftiger und hat, neben Birne und Pfirsich ganz zarte Holznoten, aber auch er ist in seiner Struktur ein sehr feiner Sachse!</p>
<p>Es gäbe noch unendlich viel zu berichten aus diesem schönen deutschen Weinland, wo sich einige junge Winzer, einschließlich der beiden oben genannten, in einem losen Verbund zusammengefunden haben. Unter dem Namen „Die gemischte Bude“ unterstützen sie sich gegenseitig, diskutieren und verkosten miteinander. <em>Matthias Gräfe</em>, sachkundiger Besitzer eines Weinladens in Radebeul ist der Spiritus rector der Gruppe. Ich habe mit ihm in den Weinbergen an einer Wegkreuzung gestanden und buchstäblich jeder, der an diesem Samstag Morgen vorbeikam (und das waren, weiß Gott, nicht wenige) begrüßte ihn und hielt ein kurzes Schwätzchen. Die „Bude“ hätte keinen besseren PR-Manager finden können! Alles in allem: das Elbtal ist aus Sicht des Weinfreundes eine Reise wert und so großartige Städte wie Dresden und Meißen steuern Kunst und Kultur in Hülle und Fülle dazu bei.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://collegium-vini.de/2016/05/weinimpressionen-aus-dem-elbtal/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das Collegium Vini feiert Australien!</title>
		<link>https://collegium-vini.de/2016/02/das-collegium-vini-feiert-australien/</link>
					<comments>https://collegium-vini.de/2016/02/das-collegium-vini-feiert-australien/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Hilgard]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Feb 2016 14:10:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Australien]]></category>
		<category><![CDATA[Weinnotizen]]></category>
		<category><![CDATA[Cabernet Sauvignon]]></category>
		<category><![CDATA[Chardonnay]]></category>
		<category><![CDATA[Grenache]]></category>
		<category><![CDATA[Mourvedre]]></category>
		<category><![CDATA[Shiraz]]></category>
		<category><![CDATA[Syrah]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://collegium-vini.de/?p=1274</guid>

					<description><![CDATA[In der Weltrangliste der Weinproduzenten steht Australien mit 12 Millionen Hektoliter pro Jahr an 7. Stelle (im Vergleich dazu steht Deutschland mit 8,8 Mio an 10. Stelle). Selbstverständlich ist es bei diesen Dimensionen nicht einfach die ganze Weinkultur eines Landes in einer Folge von nur 18 Proben darzustellen. Für Australien ist dies dem Gastmoderator Herrn [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In der Weltrangliste der Weinproduzenten steht Australien mit 12 Millionen Hektoliter pro Jahr an 7. Stelle (im Vergleich dazu steht Deutschland mit 8,8 Mio an 10. Stelle). Selbstverständlich ist es bei diesen Dimensionen nicht einfach die ganze Weinkultur eines Landes in einer Folge von nur 18 Proben darzustellen.</p>
<p><img decoding="async" src="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2016/01/australia-wine-map-wine-folly.jpg" alt="australia-wine-map-wine-folly" class="aligncenter size-full wp-image-1262" /></p>
<p><img decoding="async" src="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2016/03/cv_australien_steigenberger-bad-homburg_20160217.jpg" alt="cv_australien_steigenberger-bad-homburg_20160217" class="aligncenter size-full wp-image-1289" /></p>
<p>Für Australien ist dies dem Gastmoderator Herrn Thomas Curtius und seiner Frau Feodora bei der Veranstaltung des Collegium Vini am 17. Februar 2016 in hervorragender Weise gelungen, denn sein Geschmack traf an diesem Abend ganz offensichtlich auch den der Collegiatinnen und Collegiaten. </p>
<p>Schon die Einführung mit sechs Chardonnays war eine tatsächliche Herausforderung an Burgund. Die Weine, z.B. der „Sirromet“ aus Queensland und der „Fraser Gallop Estate“ vom Margaret River zeigten immense Eleganz und Finesse mit zartem Schmelz. Niemand hat da die alten, holzlastigen und alkoholischen Chardonnays früherer Tage vermisst!</p>
<p><img decoding="async" src="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2016/03/cv_australien_thomas-curtius_aborigine-world_20160217.jpg" alt="cv_australien_thomas-curtius_aborigine-world_20160217" class="aligncenter size-full wp-image-1284" /></p>
<p>Die Kunst des Moderators zeigte sich auch in seiner Beschränkung auf einige wesentliche Aspekte der australischen Weinkultur. Selbstverständlich durfte dabei der Cabernet Sauvignon nicht fehlen. Die überwältigende Cassis-Frucht des “Vasse Felix“, einer Cuvée mit Merlot, begeisterte allgemein. Für mich waren die Höhepunkte der Probe die Grenache Weine aus uralten Rebstöcken. Entweder reinsortig wie der „d´Arenberg“ oder als Cuvée mit Mourvédre und Syrah wie der grandiose „Geoff Merrill“, beide aus dem McLaren Vale. Man spürte deutlich den mediterranen Geist dieser Kreszenzen, sehr schön erkennbar durch den Vergleich mit einem spanischen Garnacha-Wein aus Navarra. Dennoch waren die Aussie-Grenaches sehr eigenständige Persönlichkeiten mit terroir-geprägten Duft- und Geschmacksnoten.</p>
<p><img decoding="async" src="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2016/03/cv_australien_hilgard_20160217.jpg" alt="cv_australien_hilgard_20160217" class="aligncenter size-full wp-image-1287" /></p>
<p>Wie zu erwarten, waren die reinsortigen Syrah-Weine, Down-under „Shiraz“ genannt, eine Klasse für sich. Der „Langmeil“ und „Penfolds Bin 28 Kalimna“ strotzten vor Kraft und Aromenfülle und ich habe mich gefragt wie man eigentlich solche Power-Pakete genießen kann. Die Röstaromen im Grillfleisch müssen schon fast verbrannt schmecken um gegen den Wein anzukommen. Aber vielleicht sind sie ja vorwiegend für Journalisten vom Kaliber eines Robert Parker gemacht. Ich jedenfalls könnte, gerade nach dem Gaumenerlebnis der feingliedrigen Weine der übrigen Probe und trotz ihrer meist großartigen Kritiker-Bewertung, gerne auf sie verzichten.</p>
<p><img decoding="async" src="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2016/03/cv_australien_publikum_20160217.jpg" alt="cv_australien_publikum_20160217" class="aligncenter size-full wp-image-1288" /></p>
<p>Es war, alles in allem, ein äußerst genussreicher Abend und manches Vorurteil über australische Weine konnte in die intellektuelle Rumpelkammer verfrachtet werden. Den bei der Probe anwesenden Mitgliedern des Collegium Vini hat sich an diesem Abend Australien als Produzent finessenreicher und vielschichtiger Weiß- und Rotweine tief ins Gedächtnis gebrannt.</p>
<p><img decoding="async" src="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2016/03/cv_australien_feodora-thomas-curtius_schubaeus_20160217.jpg" alt="cv_australien_feodora-thomas-curtius_schubaeus_20160217" class="aligncenter size-full wp-image-1286" /></p>
<p>Der Präsident des Collegium Vini, Dr. Klaus Schubäus, bedankt sich bei Feodora und Thomas Curtius von <a href="http://www.curtiuswineconsulting.com/" target="_blank">Curtius Wine Consulting für die ebenso kurzweilige wie kompetente Moderation der Weinwelt Australiens</a>. </p>
<p><strong>Australien und seine Weine</strong></p>
<p>Flight 1: Australia´s new White: Chardonnays<br />
MadFish Chardonnay 2013 Western Australia 13.0%<br />
Sidewood Chardonnay 2013 Adelaide Hills, South Australia 13.5%<br />
Innocent Bystander Chardonnay 2014 Yarra Valley, Victoria 13.0%</p>
<p>Flight 2 – Challenge for Burgundy &#8211; Cool Climate Premium Classics<br />
ROUTE du VAN Limited Release Chardonnay 2013 Yarra Valley, Victoria 12.5%<br />
Fraser Gallop Estate Parterre Chardonnay 2013 Margaret River, Western Australia 13.5%,<br />
Angove Family Crest Chardonnay 2015 McLaren Vale, South Australia 13.0%</p>
<p>Flight 3: Cabernet Sauvignon<br />
First Drop Mother’s Ruin Cabernet Sauvignon 2013 McLaren Vale, South Australia 14.0%<br />
Vasse Felix Filius Cabernet Sauvignon, Merlot 2013 Margaret River, Western Australia 13.5%<br />
Hollick Cabernet Sauvignon 2012 Coonawarra, South Australia 14.5%</p>
<p>Flight 4: NW OW Grenache revised<br />
d&#8217;Arenberg The Custodian Grenache 2012 McLaren Vale, South Australia 14.6%<br />
Kilikanoon Prodigal Grenache 2013 Clare Valley, South Australia 14.5%<br />
Artazu Pasos de San Martín 2012, Navarra DO Grupo, 14.5 %</p>
<p>Flight 5: NW – OW Grenache Blends<br />
Geoff Merrill Dry Grown Bush Vine GSM 2009 McLaren Vale, South Australia 14.5%<br />
Perrin &#038; Fils: La Grange St-Martin Rouge 2012, Côtes-du-Rhône AOC Réserve, 14.0 %</p>
<p>Flight 6: Shiraz<br />
Fowles Wines Ladies who Shoot their Lunch Shiraz 2012 Strathbogie Ranges, Victoria 13.2%<br />
Rolf Binder Hales Shiraz 2012 Barossa Valley, South Australia 13.5%<br />
Penfolds Bin 28 Kalimna Shiraz 2013 South Australia 14.5%</p>
<p>Zum Essen: Hardys William Hardy Shiraz 2013 Premium Selection, South Australia 14.5%</p>
<p><strong>Bezugsquellen und ungefähre Preise Anfang 2016, abhängig von Verfügbarkeit/Zeitpunkt der Bestellung/Aktionen</strong></p>
<p><a href="http://sidewood.com.au/" target="_blank">Sidewood</a> Chardonnay 2013 Adelaide Hills, South Australia<br />
<a href="http://www.davy.co.uk/wine-bar/davys-wine-merchants/" target="_blank">Davy’s Wine Merchants UK</a> &#8211; 18,00 €<br />
<a href="http://www.sirromet.com" target="_blank">Sirromet</a> Signature Collection Chardonnay 2013 Granite Belt, Queensland<br />
<a href="http://www.davy.co.uk/wine-bar/davys-wine-merchants/" target="_blank">Davy’s Wine Merchants UK</a> 25,00 €<br />
<a href="http://frasergallopestate.com.au/" target="_blank">Fraser Gallop Estate</a> Parterre Chardonnay 2013 Margaret River, Western Australia<br />
<a href="http://www.moevenpick-wein.de/" target="_blank">Mövenpick Deutschland</a> 24,50 €<br />
<a href="http://www.windowrie.com.au" target="_blank">Windowrie</a> Family Reserve Chardonnay 2013 Cowra, NSW<br />
Ex cellar price 25,00 €<br />
<a href="https://www.angove.com.au/" target="_blank">Angove</a> Family Crest Chardonnay 2015 McLaren Vale, South Australia<br />
Ex cellar price 20,00 €<br />
<a href="https://tapanappa.com.au/" target="_blank">Tapanappa</a> Chardonnay Tiers Vineyard Piccadilly Valley 2007, South Australia<br />
<a href="http://www.weinart.de/" target="_blank">WeinArt Deutschland</a> 20,40 – 40,00 €<br />
<a href="https://www.vassefelix.com.au/" target="_blank">Vasse Felix</a> Filius Cabernet Sauvignon, Merlot 2013 Margaret River, Western Australia<br />
<a href="https://www.bremer-weinkolleg.de/" target="_blank">Bremer Weinkolleg Deutschland</a> 19,90<br />
<a href="https://www.burchfamilywines.com.au/products/brands/howard-park/default.aspx" target="_blank">Howard Park</a> Leston Cabernet Sauvignon 2013 Margaret River, Western Australia<br />
<a href="http://www.divinefinewines.co.uk" target="_blank">Divine Fine Wines</a> UK 22,00 €<br />
<a href="http://heartlandwines.com.au" target="_blank">Heartland</a> Spice Trader Blend Shiraz/Cabernet Sauvignon 2013 Langhorn Creek<br />
<a href="http://vinexus.de" target="_blank">Vinexus Weinversand</a> 9,90 €<br />
<a href="http://www.darenberg.com.au/" target="_blank">d&#8217;Arenberg</a> The Custodian Grenache 2012 McLaren Vale, South Australia<br />
<a href="http://vinexus.de" target="_blank">Vinexus Weinversand</a> 15,50 €<br />
<a href="http://artadi.com/en/artazu" target="_blank">Artazu</a> Pasos de San Martín 2012, Navarra DO Grupo,<br />
<a href="http://www.moevenpick-wein.de/" target="_blank">Mövenpick Deutschland</a> 19,90 €<br />
<a href="http://www.kaybrothersamerywines.com" target="_blank">Kay Brothers</a> Basket Pressed Grenache 2014 McLaren Vale, South Australia<br />
<a href="http://www.weindepot-hautsch.de" target="_blank">Weindepot Bavaria</a> 18,90 €<br />
<a href="http://www.geoffmerrillwines.com.au" target="_blank">Geoff Merrill</a> Dry Grown Bush Vine GSM 2009 McLaren Vale, South Australia<br />
<a href="http://www.vif.de/" target="_blank">VIF Deutschland</a> 13,95 €<br />
<a href="http://familleperrin.com" target="_blank">Perrin &#038; Fils</a> La Grange St-Martin Rouge 2012, Côtes-du-Rhône AOC Réserve<br />
<a href="http://www.moevenpick-wein.de/" target="_blank">Mövenpick Deutschland</a> 9,90 €<br />
<a href="https://www.fowleswine.com" target="_blank">Fowles Wine</a> Ladies who Shoot their Lunch Shiraz 2012 Strathbogie Ranges, Victoria<br />
<a href="http://Winedirect.co.uk" target="_blank">Winedirect.co.uk</a> 28,00 €<br />
<a href="http://www.langmeilwinery.com.au/" target="_blank">Langmeil</a> Hangin Snakes 2012 Barossa, South Australia<br />
<a href="http://www.sandfirewines.de" target="_blank">Sandfire Deutschland</a> 13,25 &#8211; 13,75 €<br />
<a href="https://www.penfolds.com" target="_blank">Penfolds</a> Bin 28 Kalimna Shiraz 2013 South Australia<br />
<a href="http://vinexus.de" target="_blank">Vinexus Weinversand</a> 34,00 €<br />
<a href="http://hardyswines.com/" target="_blank">Hardys</a> William Hardy Shiraz 2013 Premium Selection, South Australia<br />
<a href="https://www.brogsitter.de/" target="_blank">Brogsitter Deutschland</a> 11,80 €</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://collegium-vini.de/2016/02/das-collegium-vini-feiert-australien/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein sächsischer Wein aus 1001er Nacht</title>
		<link>https://collegium-vini.de/2015/12/ein-saechsischer-wein-aus-1001er-nacht/</link>
					<comments>https://collegium-vini.de/2015/12/ein-saechsischer-wein-aus-1001er-nacht/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Hilgard]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Dec 2015 13:07:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weinnotizen]]></category>
		<category><![CDATA[Geißler Grit]]></category>
		<category><![CDATA[riesling]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen]]></category>
		<category><![CDATA[Scheherazade]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarz Martin]]></category>
		<category><![CDATA[Traminer]]></category>
		<category><![CDATA[Weinmanufaktur Mariaberg]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://collegium-vini.de/?p=1234</guid>

					<description><![CDATA[Collegium-Mitglied Wolfgang Uhl hat zur Jahrgangsprobe 2014 einen Wein mitgebracht, der mich total begeistert hat. Es war der „Riesling &#38; Traminer 2014“ und stammte aus der Weinmanufaktur am Mariaberg Martin Schwarz im sächsischen Meissen. Auf ihrer Internet-Seite berichten die beiden Weinmacher der Manufaktur Martin Schwarz und Grit Geißler von Steillagen, die mit 30 Jahre altem [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Collegium-Mitglied <em>Wolfgang Uhl</em> hat zur <a href="https://collegium-vini.de/2015/10/zweite-vorstellungsprobe-des-jahrgangs-2014/">Jahrgangsprobe 2014</a> einen Wein mitgebracht, der mich total begeistert hat. Es war der „Riesling &amp; Traminer 2014“ und stammte aus der Weinmanufaktur am Mariaberg Martin Schwarz im sächsischen Meissen. Auf ihrer Internet-Seite berichten die beiden Weinmacher der Manufaktur <em>Martin Schwarz</em> und <em>Grit Geißler</em> von Steillagen, die mit 30 Jahre altem Traminer und Riesling bepflanzt sind und genau aus diesen beiden Rebsorten haben sie in Handarbeit etwas unbeschreiblich Charmantes gemacht: eine feine, elegante und dennoch saftig-aromatische Cuvée. Nur 20 % des Mostes stammen vom Traminer, der Rest ist Riesling. Diese<span id="more-1234"></span> jeweiligen Anteile reichen um dem knackigen, etwas schroffen Riesling einen Anstrich von warmen, mystischen Farbtönen zu geben, die sich am Gaumen zu einem faszinierenden Musikstück zusammenfügen. Der kurze Ausbau im Holzfass gab noch eine zart kräutrige Geschmacksdimension dazu.</p>
<p>Am Ende der erwähnten Probe des Collegium Vini gab es, Gott sei Dank, noch eine überzählige Flasche, dich ich erwerben konnte. Gestern Abend nun habe ich sie geöffnet und konnte mich ihrem Zauber hingeben. Schon der Duft im Glas von Rosen und Rosinen hat mich wieder begeistert und an die Geschichten der Scheherezade aus dem orientalischen Königspalast des Harun ar-Raschid erinnert. Am Gaumen dann frische Litschis, ein Hauch von Quitte und Mirabelle mit zarter Säure unterlegt, dazu noch weiche, balsamische Noten. Es war die Sinnlichkeit der tausend und einer Nächte in den Tönen von Maurice Ravel, die mich urplötzlich umgab. Was für ein magischer Wein! Im Laufe der Nacht war die Flasche schließlich leer und zurück blieben wohlige Träume und die Erinnerung an ein schönes Weinerlebnis.</p>
<p>Darf man sich beim Weingenuss emotional so gehen lassen wie ich es gerade beim sächsischen „Riesling &amp; Traminer“ tat? Mancher Purist wird mir vermutlich sensorische Verirrung und/oder Huldigung von Geschmackskitsch vorwerfen. De gustibus non est disputandum.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://collegium-vini.de/2015/12/ein-saechsischer-wein-aus-1001er-nacht/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Notizen zur Pfalzreise des Collegium Vini am 27. und 28. Juni 2015 &#8211; Dr. Peter Hilgard</title>
		<link>https://collegium-vini.de/2015/07/notizen-zur-pfalzreise-des-collegium-vini-am-27-und-28-juni-2015-dr-peter-hilgard/</link>
					<comments>https://collegium-vini.de/2015/07/notizen-zur-pfalzreise-des-collegium-vini-am-27-und-28-juni-2015-dr-peter-hilgard/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Hilgard]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jul 2015 14:53:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Weinnotizen]]></category>
		<category><![CDATA[Südpfalz]]></category>
		<category><![CDATA[Weingut Bernhard Koch in Hainfeld]]></category>
		<category><![CDATA[Weingut Friedrich Becker]]></category>
		<category><![CDATA[Weingut Heiner Sauer in Böchingen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://collegium-vini.de/?p=1146</guid>

					<description><![CDATA[Der Wochenendtrip mit Simon Sachs in seine Heimat, die Südpfalz, hat uns gaumennah demonstriert, dass das alte Qualitätsvorurteil gegenüber den Weinen der südlichen Weinstrasse überholt ist. Über das Weingut Friedrich Becker in Schweigen und seine berühmte Grenzlage zwischen Deutschland und Frankreich zu reden wäre für jeden Weinfreund wie Eulen nach Athen zu tragen. Wir durften [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Wochenendtrip mit Simon Sachs in seine Heimat, die Südpfalz, hat uns gaumennah demonstriert, dass das alte Qualitätsvorurteil gegenüber den Weinen der südlichen Weinstrasse überholt ist. Über das Weingut Friedrich Becker in Schweigen und seine berühmte Grenzlage zwischen Deutschland und Frankreich zu reden wäre für jeden Weinfreund wie Eulen nach Athen zu tragen. Wir durften einige der großen Weißen und Spätburgunder verkosten und konnten uns mal wieder vom Charakter dieser wunderbaren Kreszenzen überzeugen.</p>
<p>Höhepunkte der Reise, da waren sich alle Teilnehmer einig, waren die Besuche bei zwei sehr engagierten Winzern, deren Begeisterung für das Land und seine Weine geradezu mitreißend war. Zunächst der etwas knochige und humorvolle Typ Heiner Sauer in Böchingen, ein sehr glaubwürdiger Verfechter des ökologischen Rebbaus. Er machte es plausibel, dass es ihm bei seinem Öko-Wein nicht um Zertifikate und neue Absatzmöglichkeiten ging, sondern ausschließlich um die Qualität. Den Beweis blieb er nicht schuldig: für meinen Geschmack waren seine Weine aus weißen und roten Burgundersorten kleine, flüssige Juwelen. Auch seine im spanischen Anbaugebiet von Utiel-Requena erzeugten Rotweine, von denen wir einige probieren durften, lagen weit über dem Durchschnitt. Bernhard Koch und dessen Sohn Alexander, Geisenheim-Student im 2. Semester, haben uns ebenfalls demonstriert, dass Burgundersorten, auch bei konventionellem Rebbau, in der Südpfalz ein wirklich adäquates Terroir haben. Das Weingut der Kochs in Hainfeld, mit angeschlossener Gastronomie, ist schon weit über die Grenzen hinaus bekannt – und das mit vollem Recht! Mein absoluter Favorit war der 2013er Hainfelder Letten Grauburgunder Reserve, mit der jahrgangsbedingten Säure und dem wundervollen Aroma weißer Früchte, wie z. B. Pfirsich, und einem zarten Hauch von Rauch.</p>
<p>Auch kulturell war die Reise ein großartiges Erlebnis. Der Besuch auf Schloss Villa Ludwigshöhe bei Edenkoben war eine Zeitreise ins 19. Jahrhundert. Bayernkönig Ludwig I. hatte sich am Ostrand des Pfälzer Waldes am Berghang ein kleines Schloss in der Art einer italienischen Villa bauen lassen. Er wohnte dort in manchen Sommern, allerdings erst nach seiner Abdankung 1848. Heute begegnen wir auf Ludwigshöhe, gleichsam von Angesicht zu Angesicht, den Wittelsbachern in fast jedem Raum. Die ganze Familie des Königs und seiner Nachfahren ist auf Portraits versammelt. Hedonisten werden sich in der Küche der Villa nicht satt sehen können: ein kleines technisches Wunderwerk nach damaligen Standards. Es ist nicht schwer sich vorzustellen, wie das Wild des Pfälzer Waldes kulinarisch aufwendig zubereitet wurde und einer illustren Gesellschaft zu Pfälzer Wein in dem wundervollen Speisesaal des Schlosses serviert wurde. Auch damals konnte man offenbar sehr gut leben – man musste „nur“ zur richtigen Gesellschaftsschicht gehören!</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://collegium-vini.de/2015/07/notizen-zur-pfalzreise-des-collegium-vini-am-27-und-28-juni-2015-dr-peter-hilgard/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wie rot muß Rotwein eigentlich sein?</title>
		<link>https://collegium-vini.de/2014/11/wie-rot-muss-rotwein-eigentlich-sein/</link>
					<comments>https://collegium-vini.de/2014/11/wie-rot-muss-rotwein-eigentlich-sein/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Hilgard]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Nov 2014 14:15:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Ahr]]></category>
		<category><![CDATA[Bordeaux]]></category>
		<category><![CDATA[Clairet]]></category>
		<category><![CDATA[claret]]></category>
		<category><![CDATA[Farbe]]></category>
		<category><![CDATA[Klarett]]></category>
		<category><![CDATA[Maischestandzeit]]></category>
		<category><![CDATA[Spätburgunder]]></category>
		<category><![CDATA[Tannin]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://collegium-vini.de/?p=974</guid>

					<description><![CDATA[Bei der zweiten Veranstaltung am 12.11.14 der Jahrgangsprobe wurden zwei Weine von der Ahr vorgestellt: der 2012er Pinot Noir vom Weingut Josten &#38; Klein sowie der 2011er Spätburgunder „J&#8220; vom Weingut Jean Stodden. Beide hatten ein sehr schönes Kirschbukett und zarte Frucht am Gaumen, ihre Farbe war relativ blass und auch von Gerbsäure spürte man eher wenig. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der zweiten Veranstaltung am 12.11.14 der Jahrgangsprobe wurden zwei Weine von der Ahr vorgestellt: der <em>2012er Pinot Noir </em>vom Weingut<em> Josten &amp; Klein</em> sowie der <em>2011er Spätburgunder „J&#8220;</em> vom Weingut <em>Jean Stodden</em>. Beide hatten ein sehr schönes Kirschbukett und zarte Frucht am Gaumen, ihre Farbe war relativ blass und auch von Gerbsäure spürte man eher wenig. Da habe ich mir die Frage erlaubt, ob man derartige Kreszenzen mit gutem Gewissen „Rotwein“ nennen dürfe. Ein Sturm der Entrüstung gab mir eine eindeutige Antwort: wer diese wunderbar filigranen und zarten Tropfen nicht zu schätzen weiß, ist ein totaler Ignorant in Sachen Rotwein. Ich meine, dass sich deutsche Winzer und Weinfreunde nicht zu schämen brauchen, wenn ihre Rotweine aus klimatischen Gründen nicht die Farbe und Aromenintensität ihrer südlichen Nachbarn in die Flasche bringen, sie haben andere Vorzüge. Auch in Bordeaux gibt es derartige Weine, die unter dem Namen „Clairet“ viele Freunde finden und sogar ihre eigene D.O.C. besitzen. Häufig werden sie aus dem Merlot gekeltert, liegen etwas länger als die üblichen Rosés auf der Maische, was ihre dunklere Farbe erklärt.</p>
<p>Die „clairets“ (vom lateinischen <em>&#8222;vinum clarum&#8220;)</em> haben eine lange Geschichte, die ins 12. Jahrhundert, nämlich in die Zeit als Bordeaux zur englischen Monarchie gehörte, reicht. Damals war dieser Weintyp geradezu ein Markenzeichen von Bordeaux, was dazu führte, dass noch heute der klassische, tief dunkle Bordeaux-Wein im Vereinigten Königreich als „claret“ bezeichnet wird. Auch in der spanischen Rioja, die ja erst richtig zu Ruhm gelangte, als die Reblaus die Rebgärten an der Gironde zerstört hatte, gab es bis vor kurzem einen Weintyp den man „clarete“ nannte und dessen Charakteristikum eine kürzere Maischestandzeit war. Auch in Deutschland sprach man im vorletzten Jahrhundert gelegentlich von einem „Klarettwein“, wenn man die helle Bordeaux-Variante meinte.</p>
<p>Was wäre denn so schlimm, wenn wir wieder den Begriff des „Klarett“ aufleben ließen um Weine wie die beschriebenen von der Ahr oder auch andere, wie z.B. den Trollinger damit zu charakterisieren? Auch so mancher, intensiv gefärbte Rosé aus südeuropäischen Gefilden könnte in diese Kategorie passen. Der Klarett wäre eine Klasse für sich: Helles rot mit einem zarten Tanninfonds und selbstverständlich ohne Barriqueausbau, dafür aber in reichem Maße mit der jeweils sortentypischen Frucht versehen; kurzum charmante und attraktive Weine wie die beiden von der Ahr, die mich zu diesen Ausführungen animiert haben.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://collegium-vini.de/2014/11/wie-rot-muss-rotwein-eigentlich-sein/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Studienfahrt in die Weinbaugebiete von Neukastilien (Spanien)</title>
		<link>https://collegium-vini.de/2012/02/studienfahrt-in-die-weinbaugebiete-von-neukastilien-spanien/</link>
					<comments>https://collegium-vini.de/2012/02/studienfahrt-in-die-weinbaugebiete-von-neukastilien-spanien/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Hilgard]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 09:48:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Spanien]]></category>
		<category><![CDATA[Weinnotizen]]></category>
		<category><![CDATA[Weinreisen]]></category>
		<category><![CDATA[Cigarall de Santa Maria]]></category>
		<category><![CDATA[Dominio Mano a Mano]]></category>
		<category><![CDATA[Finca Antigua]]></category>
		<category><![CDATA[Martúe]]></category>
		<category><![CDATA[Neukastilien]]></category>
		<category><![CDATA[Pago de Vallegarcia]]></category>
		<category><![CDATA[Toledo]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://collegium-vini.de/?p=216</guid>

					<description><![CDATA[Mit dieser Mitteilung möchten wir alle Collegiatinnen und Collegiaten sowie Ihre sehr willkommenen Gäste herzlich zur Teilnahme vom 16.05.2012 bis zum 20.05.2012 an einer Reise in die spanische Weinbauregion Neukastilien einladen. Hier erleben wir noch ein wenig vom historischen Spanien: weite Landschaften, deren farblicher Eindruck von bunten Safranpflanzungen, goldenen Kornfeldern und grünen Rebgärten dominiert wird. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2012/02/Windmühlen24.jpg"><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-222" title="Windmühlen2" src="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2012/02/Windmühlen24.jpg" alt="" width="507" height="108" srcset="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2012/02/Windmühlen24.jpg 507w, https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2012/02/Windmühlen24-300x63.jpg 300w, https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2012/02/Windmühlen24-150x31.jpg 150w, https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2012/02/Windmühlen24-400x85.jpg 400w" sizes="(max-width: 507px) 100vw, 507px" /></a></p>
<p>Mit dieser Mitteilung möchten wir alle Collegiatinnen und Collegiaten sowie Ihre sehr willkommenen Gäste herzlich zur Teilnahme vom<strong> 16.05.2012</strong> bis zum <strong>20.05.2012</strong> an einer Reise in die spanische Weinbauregion Neukastilien einladen.</p>
<p>Hier erleben wir noch ein wenig vom historischen Spanien: weite Landschaften, deren farblicher Eindruck von bunten Safranpflanzungen, goldenen Kornfeldern und grünen Rebgärten dominiert wird. In diesem Land hat der grosse <em>Miguel de Cervantes</em> seinen sinnreichen Junker Don Quijote zum Leben erweckt und manche Windmühle aus dieser Zeit erinnert noch an den Kampf des Helden mit dem „Riesen“.<span id="more-216"></span></p>
<p>Die Weinkultur dieser Gegend ist zwar uralt aber erst in den vergangenen beiden Jahrzehnten von engagierten und dynamischen Weinmachern wieder zu neuem Leben erweckt worden. Wir werden zunächst das Weingut „Viñedos de San Martín“ in der D.O. Madrid besuchen, dann stehen Spitzengüter wie die „Finca Antigua“, und „Dominio Mano a Mano“ sowie „Bodegas Martúe“ (Pago Campo de la Guardia) und „Vallegarcía“ (Grandes Pagos de España) auf dem Programm. In Toledo werden wir schliesslich die exklusive und herrlich gelegene Kellerei „Cigarral de Santa Maria“ besuchen. Alles zusammen fügt sich zu einem sehr vielseitigen und genußreichen Bild der modernen Weinkultur Neukastiliens.</p>
<p>Im historischen Parador (Kloster San Francisco aus dem XVI Jahrh.) von Almagro, der großartigen „Fuggerstadt“ und Heimat eines Theaters aus dem Goldenen Zeitalter, werden wir die ersten zwei Nächte verbringen und dann nach Toledo umziehen, wo wir unsere Zelte für weitere zwei Tage in dem fünf-Sterne Hotel „Cigarral El Bosque“ aufschlagen. Toledo, die alte Hauptstadt, bietet unendlich viele Sehenswürdigkeiten, die die wechselvolle Geschichte des Landes zwischen jüdischer, maurischer und christlicher Kultur dokumentieren (professionelle Führung ist vorgesehen). Zur Vorbereitung auf dieses Erlebnis sei die Lektüre von Lion Feuchtwangers „Die Jüdin von Toledo“ empfohlen!</p>
<p>Auch die gastronomische Seite Kastiliens soll nicht zu kurz kommen. Das Michelin-besternte Haus „Las Rejas“ in Las Pedroñeras, bietet schmackhafte, moderne Küche und auch Adolfo, dem weit über die Grenzen hinaus bekannten und vielfach dekorierten Koch aus Toledo, werden wir einen Besuch abstatten.</p>
<p>Wir fliegen mit am 16.05.2012 mit Lufthansa um 9.05 Uhr von Frankfurt nach Madrid und zurück, ebenfalls mit Lufthansa, am 20.05.2012 um 12.30 Uhr (Ankunft in Frankfurt um 15.15 Uhr). Vor Ort bewegen wir uns mit einem Bus. Der Reisepreis beträgt EUR 1.360,00 pro Person im Doppelzimmer (Einzelzimmerzuschlag EUR 190.00) und beinhaltet Flug- und Busreisen, sämtliche Übernachtungen mit Frühstück, drei Mittagessen, einen Mittagsimbiss und drei Abendessen, sowie die Führung.</p>
<p>Wir bitten um verbindliche Anmeldungen bis spätestens 20.02.2012 an Frau Machau unter der e-Mail-Adresse Gerda.Machau@t-online.de oder per Brief an Collegium Vini, Wilhelm-Bonn-Str. 36 b, 61476 Kronberg im Taunus.</p>
<p>Dr. Schubäus          Dr. Hilgard</p>
<p>[mappress mapid=&#8220;1&#8243;]</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://collegium-vini.de/2012/02/studienfahrt-in-die-weinbaugebiete-von-neukastilien-spanien/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ist der Alkoholgehalt eines Weins diskussionswürdig?</title>
		<link>https://collegium-vini.de/2012/01/ist-der-alkoholgehalt-eines-weins-diskussionswurdig/</link>
					<comments>https://collegium-vini.de/2012/01/ist-der-alkoholgehalt-eines-weins-diskussionswurdig/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Hilgard]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 14:49:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vinos de Madrid]]></category>
		<category><![CDATA[Alkoholgehalt]]></category>
		<category><![CDATA[Granada]]></category>
		<category><![CDATA[Las Moradas de San Martín]]></category>
		<category><![CDATA[Terroir]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://collegium-vini.de/?p=185</guid>

					<description><![CDATA[Bei meinem letzten Besuch zu Jahresanfang in Granada saß ich mit einem Weinfreund im &#8222;Chikito&#8220;, jenem traditionsreichen Restaurant unter dessen Dach sich schon der Dichter Federico Garcia Lorca und der Komponist Manuel de Falla zusammen aufgehalten haben. Hier wird typisch granadinisches Essen serviert und dazu tranken wir einen raren Rotwein aus der Region „Vinos de [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="attachment_192" aria-describedby="caption-attachment-192" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2012/01/chikito.jpg"><img loading="lazy" loading="lazy" decoding="async" src="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2012/01/chikito.jpg" alt="Restaurant Chikito in Granada" title="Restaurant Chikito in Granada" width="300" height="225" class="size-full wp-image-192" srcset="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2012/01/chikito.jpg 300w, https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2012/01/chikito-150x112.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-192" class="wp-caption-text">Restaurant Chikito in Granada</figcaption></figure>Bei meinem letzten Besuch zu Jahresanfang in Granada saß ich  mit einem  Weinfreund im &#8222;Chikito&#8220;, jenem traditionsreichen Restaurant unter dessen Dach sich schon der  Dichter <em>Federico Garcia Lorca</em> und der Komponist<em> Manuel de Falla</em> zusammen aufgehalten haben. Hier wird typisch granadinisches Essen serviert und dazu tranken wir einen raren Rotwein aus der Region „Vinos de Madrid&#8220;, es handelte sich um den 2005er  Initio der Kellerei Las Moradas de San Martín, von dem es nur etwas über 23.000 Flaschen gibt. „Ein typischer Parker-Wein&#8220; sagt mein Gegenüber nach dem ersten Schluck und tatsächlich<span id="more-185"></span>die Dichte der Aromen, in denen Frucht sowie balsamische Noten, eingebunden in weiche, fast süße, Tannine vorherrschen, verschlug mir kurzzeitig den Atem. Ein Blick auf das Etikett verrät einen Alkoholanteil von 15 %-Vol. Es entspann sich eine lange Diskussion, die bis zur Nachspeise und dem Süßwein (einem 2001er Moscatel „Casta Diva&#8220; von Gutierrez de la Vega aus der D.O. Alicante &#8211; sensationell!) anhielt, ob solch hohe Alkoholgehalte denn überhaupt gerechtfertigt seien.</p>
</div>
<p>Es stellte sich heraus, daß wir zwei durchaus unterschiedliche Meinungen zum Thema hatten. Seine Argumente kreisten immer um den Aspekt der unerwünschten Alkoholwirkungen. Er führte gesundheitliche und soziale Probleme,  bis hin zum potentiellen Alkoholismus, an und alles gipfelte schliesslich in der Aussage meines Freundes, dass man „ja nur sehr wenig davon trinken könne&#8220;. Diese Bemerkung entlarve ihn nicht gerade als Geniesser, gab ich zu bedenken, denn wer sich über den Alkoholgehalt eines Weines beklage trinke ihn offenbar primär gegen den Durst. Dafür gibt es aber weitaus bekömmlicheres und billigeres Wasser.</p>
<p>Als Macher eines eigenen Weines, der in machen Jahren auch 15 Vol.-% in die Flasche bringt (Cerro de la Retama und Corral de Castro), weiß ich natürlich, daß Alkohol auch Teil des Terroirs darstellt. In Höhenlagen mit viel ultravioletter Strahlung (und ein Großteil Spaniens kann eigentlich als „Höhenlage&#8220; bezeichnet werden) gibt es viel Zucker in den Trauben. Frühere Lese hilft dabei auch nicht unbedingt, denn dann überwiegen sehr häufig noch grüne Töne und unreife Tannine, die der Weintrinker von heute überhaupt nicht mehr akzeptiert. Der „Klimawandel&#8220; macht vor Spanien auch nicht Halt und trägt auch einen Teil zu den hohen Zuckerwerten im Lesegut, und damit zum späteren Alkoholgehalt, bei.  Lassen wir´s doch einfach so wie es ist. Über den Vergleich von Wein mit der Musik habe ich schon oft geschrieben und ich meine, dass sich ein authentischer Wein mit hohem Alkoholgehalt wie ein Live Konzert zu einer geschönten und perfektionistisch aufbereiteten Studio-Aufnahme verhält. Wem man den Vorzug gibt ist eine Stil- und Geschmacksfrage.</p>
<p>Peter Hilgard</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://collegium-vini.de/2012/01/ist-der-alkoholgehalt-eines-weins-diskussionswurdig/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
