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	<title>lecker &#8211; Gesellschaft für Weinkultur e.V.</title>
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	<description>Das Collegium Vini versteht seit 1951 Weinkultur als soziale Praxis, nicht als Disziplin. Wein wird mit Genuss im Kontrast der Landschaften, Rebsorten und Jahrgänge nicht erklärt, sondern besprochen.</description>
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		<title>&#8222;Lecker&#8220; geht gar nicht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Klaus Rössler]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Oct 2015 10:38:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weinnotizen]]></category>
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					<description><![CDATA[Vielleicht erinnern sich einige, wie sich unser Freund Dr. Hilgard über die Verwendung des Wortes &#8222;lecker&#8220; bei der Geschmacksbeschreibung echauffieren kann. Damit befindet er sich in prominenter Gesellschaft, denn wie wir heute aus der FAZ erfahren, wäre auch dem Frankfurter Theodor W. Adorno ein Wort nie über die Lippen gekommen: &#8222;lecker&#8220;. In seinem Artikel im [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht erinnern sich einige, wie sich unser Freund Dr. Hilgard über die Verwendung des Wortes &#8222;lecker&#8220; bei der Geschmacksbeschreibung echauffieren kann. Damit befindet er sich in prominenter Gesellschaft, denn wie wir heute aus der FAZ erfahren, wäre auch dem Frankfurter Theodor W. Adorno ein Wort nie über die Lippen gekommen: &#8222;lecker&#8220;. In seinem Artikel im FAZ-Feuilleton (26.10.2015, Feuilleton Seite 9) schlägt Lorenz Jäger &#8222;lecker&#8220; gar zum Unwort des Jahres vor. Lecker gehöre zu den Worten, die alles andere in ihrem Bereich aggressiv verdrängen, ja selbst die Erinnerung an nuancierte Geschmacksurteile löschen, und vergleicht dieses Wort mit Unkraut wie dem Riesenbärenklau, das es auszujäten gälte. Herr Jäger würde sich sicher über die große Differenziertheit und Kultiviertheit bei den Weinproben des Collegium Vini freuen, so wie ich immer wieder erstaunt und fasziniert bin über das enorme Wissen und Ausdrucksvermögen im Kreise der Collegiatinnen und Collegiaten. Auch Adorno hätte es sicher bei uns gefallen.<br />
Besonders lustig im Artikel von Herrn Jäger fand ich seine Feststellung, dass die Deutschen zwar heute sehr viel besser kochen würden als vor vierzig Jahren, damals wohl aber die Geschmacksbeschreibung der Spaghetti Bolognese auf sprachlich höherem Niveau stattfand. Es geht im Kern also um die Verhunzung der deutschen Sprache &#8211; und das erinnerte mich spontan an Otto Waalkes. Warum? Schauen Sie hier.</p>
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<p>P.S. Ich werde mir lieber die Zunge abbeißen, als nochmal das Wort &#8222;lecker&#8220; zu verwenden 🙂</p>
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