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	<title>Kloster Marienthal &#8211; Gesellschaft für Weinkultur e.V.</title>
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	<description>Das Collegium Vini versteht seit 1951 Weinkultur als soziale Praxis, nicht als Disziplin. Wein wird mit Genuss im Kontrast der Landschaften, Rebsorten und Jahrgänge nicht erklärt, sondern besprochen.</description>
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	<title>Kloster Marienthal &#8211; Gesellschaft für Weinkultur e.V.</title>
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		<title>Der burgundischen Finesse auf der Spur</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Klaus Rössler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Sep 2018 15:53:44 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Es begab sich im August 2018, als das Collegium Vini aufbrach, an der Ahr die burgundische Finesse zu ergründen. Um es genau zu spezifizieren, gemeint ist, ob die burgundische Finesse des Spätburgunders auch an der Ahr, quasi als deutsche Finesse der Burgundertraube, zu finden ist &#8211; und worin sie sich womöglich unterscheidet und nicht einfach [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es begab sich im August 2018, als das Collegium Vini aufbrach, an der Ahr die burgundische Finesse zu ergründen. Um es genau zu spezifizieren, gemeint ist, ob die burgundische Finesse des Spätburgunders auch an der Ahr, quasi als deutsche Finesse der Burgundertraube, zu finden ist &#8211; und worin sie sich womöglich unterscheidet und nicht einfach nur das Burgund zu kopieren versucht.<br />
Wir haben an diesem Tag drei auf ihre jeweils individuelle Art höchst bemerkenswerte Weingüter kennengelernt, nur unterbrochen von einer spannenden Reise zurück in die Zeit des Kalten Krieges.</p>
<p>Bei <a href="https://www.weingut-ps.de" rel="noopener" target="_blank">Paul Schumacher</a> freuten wir uns nach der Busfahrt auf den Tapas-Teller und begannen die 8er-Weinprobe mit einem 2016er Blanc de Noir Sekt nach traditioneller Flaschengärung, handgerüttelt (Pinot Noir Brut, 13,0 % vol., 12,00 €).</p>
<figure id="attachment_1864" aria-describedby="caption-attachment-1864" style="width: 2448px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_ahr_hajo-kraus_paul-schuhmacher_2505_20180825.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_ahr_hajo-kraus_paul-schuhmacher_2505_20180825.jpg" alt="HaJo Kraus im (Fach-)Gespräch mit Paul Schumacher" width="2448" height="3264" class="size-full wp-image-1864" srcset="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_ahr_hajo-kraus_paul-schuhmacher_2505_20180825.jpg 2448w, https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_ahr_hajo-kraus_paul-schuhmacher_2505_20180825-113x150.jpg 113w, https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_ahr_hajo-kraus_paul-schuhmacher_2505_20180825-225x300.jpg 225w, https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_ahr_hajo-kraus_paul-schuhmacher_2505_20180825-768x1024.jpg 768w" sizes="(max-width: 2448px) 100vw, 2448px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1864" class="wp-caption-text">HaJo Kraus im (Fach-)Gespräch mit Paul Schumacher</figcaption></figure>
<p>Von Paul Schumacher erfuhren wir schon mal, was burgundische Finesse eher nicht ist: viel Alkohol, schwer, marmeladig und überreif geerntet. Eigentlich seien burgundische Burgunder zu selten bezahlbar UND gut, was sich nur durch ihren Kultstatus erklären ließe. Die Weine seien nur etwas für Fortgeschrittene, fordern beim Trinken, sie sind lagerfähig und entwickeln sich nur sehr langsam. Im Vergleich zur Ahr mit vornehmlich Schiefer und Grauwacke seien im Burgund eher leichte Kalkböden zu finden. Die Erträge sind gering, bei etwa 2500-3000 l/ha. Das Wichtigste scheint aber die rechtzeitige blitzschnelle Ernte zu sein. Binnen eines Zeitfensters von max drei Tagen wird mit 100 Leuten gleichzeitig eine Lage bei etwa 88°-89° Öchsle gelesen. Die Traube hat dann noch die komplette Struktur, in der Frucht ist noch eine gewisse Spannung &#8211; ähnlich wie bei noch etwas grünen Bananen im Vergleich zu den überreifen.<br />
Er schwärmte uns von einem Wein seiner Spitzenlage Trotzenberg, geerntet am 11.9.2012 mit 92°-93° Öchsle, mit einem sehr schlanken Ergebnis und einer sehr langsamen Entwicklung vor &#8211; leider rückte er (noch?) keine Kostprobe heraus. Vielleicht machten wir keinen fortgeschrittenen Eindruck?<br />
<figure id="attachment_1859" aria-describedby="caption-attachment-1859" style="width: 3264px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_ahr_paul-schuhmacher_2504_20180825.jpg"><img decoding="async" src="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_ahr_paul-schuhmacher_2504_20180825.jpg" alt="Das Collegium Vini zu Gast bei Paul Schumacher" width="3264" height="2448" class="size-full wp-image-1859" srcset="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_ahr_paul-schuhmacher_2504_20180825.jpg 3264w, https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_ahr_paul-schuhmacher_2504_20180825-150x113.jpg 150w, https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_ahr_paul-schuhmacher_2504_20180825-300x225.jpg 300w, https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_ahr_paul-schuhmacher_2504_20180825-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 3264px) 100vw, 3264px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1859" class="wp-caption-text">Das Collegium Vini zu Gast bei Paul Schumacher</figcaption></figure></p>
<p>Nach dem Sekt ging es weiter mit:<br />
2017 Blanc de Noir, Spätburgunder, Qualitätswein trocken, 12,0 % vol.<br />
Paul Schumacher gönnt sich noch eine Lage am Rhein, um auch einen Riesling anbieten zu können:<br />
2016 Leutesdorfer Riesling &#8222;Rheinspiel&#8220;, Qualitätswein, 11,5 % vol.</p>
<p>2015 Spätburgunder Carpe Diem, Qualitätswein trocken, 13,5 % vol., 12,50 €<br />
Dieser Wein war noch sehr verschlossen, Paul Schumacher empfahl viel Sauerstoff, ruhig 4-5 Tage geöffnet, aber wieder verkorkt, stehen lassen. Dabei fiel mir auf, dass mein Weinschrank nur für liegende Flaschen vorgesehen ist. Bevor die Kaufreue voll einsetzte, dachte ich glücklicherweise vorher noch daran, dass eine angebrochene Flasche sehr selten bei uns längere Zeit überlebt.</p>
<p>2015 Frühburgunder, Qualitätswein trocken, 13,0 % vol., 13,50 €<br />
2015 Spätburgunder PurPinot, Qualitätswein trocken, 13,5 % vol., 20,00 €<br />
2016 Ahrweiler Rosenthal, Spätburgunder, Qualitätswein trocken, 13,0 % vol., 24,00 €<br />
2015 Marienthaler Trotzenberg, Spätburgunder, Qualitätswein trocken, 13,0 % vol., 26,00 €<br />
Hier kamen wir der burgundischen Burgunderfinesse schon näher &#8211; aber es ging noch näher dran, wie wir später am Tag feststellen konnten.</p>
<p>Vorher kam die Zeitreise zurück in die Achtziger &#8211; der Besuch des ehemaligen Regierungsbunkers, zuletzt aktiv zu Zeiten des Altkanzlers Kohl. Mit dem Ende des Kalten Krieges und dem Umzug der Regierung nach Berlin wurde der Regierungsbunker obsolet. Hätte man damals wohl für 1 DM kaufen können (+ Betriebsnebenkosten natürlich). Hier ein paar Eindrücke:</p>
<figure id="attachment_1861" aria-describedby="caption-attachment-1861" style="width: 3264px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_ahr_regierungsbunker-kommandozentrale_2514_20180825.jpg"><img decoding="async" src="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_ahr_regierungsbunker-kommandozentrale_2514_20180825.jpg" alt="Kommandozentrale des Regierungsbunkers" width="3264" height="2448" class="size-full wp-image-1861" srcset="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_ahr_regierungsbunker-kommandozentrale_2514_20180825.jpg 3264w, https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_ahr_regierungsbunker-kommandozentrale_2514_20180825-150x113.jpg 150w, https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_ahr_regierungsbunker-kommandozentrale_2514_20180825-300x225.jpg 300w, https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_ahr_regierungsbunker-kommandozentrale_2514_20180825-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 3264px) 100vw, 3264px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1861" class="wp-caption-text">Kommandozentrale des Regierungsbunkers</figcaption></figure>
<figure id="attachment_1862" aria-describedby="caption-attachment-1862" style="width: 3264px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_ahr_regierungsbunker-wein_2520_20180825.jpg"><img loading="lazy" loading="lazy" decoding="async" src="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_ahr_regierungsbunker-wein_2520_20180825.jpg" alt="Der Bundeskanzler &quot;Üb&quot; gibt sich die Ehre mit einem 1971er Marienthaler Klostergarten" width="3264" height="2448" class="size-full wp-image-1862" srcset="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_ahr_regierungsbunker-wein_2520_20180825.jpg 3264w, https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_ahr_regierungsbunker-wein_2520_20180825-150x113.jpg 150w, https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_ahr_regierungsbunker-wein_2520_20180825-300x225.jpg 300w, https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_ahr_regierungsbunker-wein_2520_20180825-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 3264px) 100vw, 3264px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1862" class="wp-caption-text">Der Bundeskanzler &#8222;Üb&#8220; gibt sich die Ehre mit einem 1971er Marienthaler Klostergarten</figcaption></figure>
<figure id="attachment_1860" aria-describedby="caption-attachment-1860" style="width: 3264px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_ahr_regierungsbunker-epa_2523_20180825.jpg"><img loading="lazy" loading="lazy" decoding="async" src="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_ahr_regierungsbunker-epa_2523_20180825.jpg" alt="EPA und Panzerplatten" width="3264" height="2448" class="size-full wp-image-1860" srcset="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_ahr_regierungsbunker-epa_2523_20180825.jpg 3264w, https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_ahr_regierungsbunker-epa_2523_20180825-150x113.jpg 150w, https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_ahr_regierungsbunker-epa_2523_20180825-300x225.jpg 300w, https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_ahr_regierungsbunker-epa_2523_20180825-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 3264px) 100vw, 3264px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1860" class="wp-caption-text">EPA und Panzerplatten</figcaption></figure>
<figure id="attachment_1863" aria-describedby="caption-attachment-1863" style="width: 2016px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_regierungbsunker_wolperding.jpg"><img loading="lazy" loading="lazy" decoding="async" src="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_regierungbsunker_wolperding.jpg" alt="Das Collegium Vini im Regierungsbunker" width="2016" height="1512" class="size-full wp-image-1863" srcset="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_regierungbsunker_wolperding.jpg 2016w, https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_regierungbsunker_wolperding-150x113.jpg 150w, https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_regierungbsunker_wolperding-300x225.jpg 300w, https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_regierungbsunker_wolperding-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 2016px) 100vw, 2016px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1863" class="wp-caption-text">Das Collegium Vini im Regierungsbunker</figcaption></figure>
<p>Interessant war dann der Besuch bei <a href="https://www.juliabertram.de/" rel="noopener" target="_blank">Julia Bertram</a>, deren Philosophie einen gänzlich anderen Eindruck als Paul Schumacher hinterließ. Paul Schumacher möchte bei seinen Weinen und seinem Betrieb eher die Entwicklung des Winzers betrachtet wissen, während Julia Bertram die Handschrift der Weine, nicht der Winzerin, in den Vordergrund stellt. Begriffe wie Lage, Traube, Wein, Boden und Heimat prägen ihre Weinphilosophie. Das schmeckt man &#8211; und wie.</p>
<figure id="attachment_1857" aria-describedby="caption-attachment-1857" style="width: 2448px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_ahr_julia-bertram_2529_20180825.jpg"><img loading="lazy" loading="lazy" decoding="async" src="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_ahr_julia-bertram_2529_20180825.jpg" alt="Julia Bertram präsentiert dem Collegium Vini ihre Weine" width="2448" height="3264" class="size-full wp-image-1857" srcset="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_ahr_julia-bertram_2529_20180825.jpg 2448w, https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_ahr_julia-bertram_2529_20180825-113x150.jpg 113w, https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_ahr_julia-bertram_2529_20180825-225x300.jpg 225w, https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_ahr_julia-bertram_2529_20180825-768x1024.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 2448px) 100vw, 2448px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1857" class="wp-caption-text">Julia Bertram präsentiert dem Collegium Vini ihre Weine</figcaption></figure>
<p>Wir begannen mit einem 2016 Handwerk Spätburgunder, Qualitätswein, trocken, 11,5% vol., 11,00 €. Dieser Wein stellt quasi einen Querschnitt des Ahrtals dar, eine frühe Lese, nicht angereichert, das Traubenmaterial muss jedoch altes Holz wegstecken können.<br />
À propos altes Holz: Julia Bertram setzt 300 l-Fässer aus wenigstens 5 Jahre abgelagerter kerniger Spessarteiche von der <a href="http://www.holzfass-assmann.de" rel="noopener" target="_blank">Büttnerei Aßmann</a> ein. Ihr &#8222;eigenes Faß&#8220; wird medium getoastet ohne Dämpfen, was weniger Süße bedeutet.<br />
Der 2016 Dernauer Spätburgunder, Qualitätswein, trocken, 12,0% vol., 17,00 € ist eine Cuvée aus den Lagen Hardtberg, Pfaffinger und Schieferley, der etwa 12-15 Monate im Fass lag. Schiefer und Grauwacke haben diesem Wein eine leichte Rauchigkeit verliehen, weswegen Julia Bertram ihn auch liebevoll neckend als &#8222;Schieferstinker&#8220; bezeichnete. Wir kamen der deutschen burgundischen Finesse immer näher.</p>
<p>Es ging weiter mit dem 2016 Forstberg Spätburgunder, Qualitätswein, trocken, 13,0 % vol., 28,00 €. Von der Lage her ist das ein unmittelbaerer Nachbar des bereits von Paul Schumacher bekannten Ahrweiler Rosenthal mit 35-40 Jahre alten Rebstöcken. Beim Forstberg entscheidet Julia Bertram bzgl. des Holzes von Jahr zu Jahr unterschiedlich, beim 2016 sind es 80% neues Holz. Julia Bertram sieht die optimale Trinkreife etwa 2020/21.<br />
Das Spitzengewächs ist der Trotzenberg Spätburgunder, Qualitätswein, trocken, 12,5 % vol., 38,00 €, 18 Monate im Fass. Um das Ergebnis vorwegzunehmen &#8211; der burgundischste und finessenreichste Wein, doch dabei gar nicht frankophil anbiedernd.</p>
<p>Genussvoller Abschluss unserer Fahrt an die Ahr bildete der Besuch des <a href="https://www.weingut-kloster-marienthal.de/" rel="noopener" target="_blank">Klosters Marienthal</a> mit herzhaftem Abendessen mit Weinen des <a href="http://www.meyer-naekel.de/" rel="noopener" target="_blank">Weingutes Meyer-Näkel</a>.<br />
Wir wurden zunächst von Herrn Röcker mit einem Glas Winzersekt und frischen Flammkuchenhäppchen im Klostergarten begrüßt, eine wundervolle Location mit einer wechselhaften Geschichte, belastet mit einem Fluch einer von der französischen Armee vertriebenen Äbtissin. Den Weinen und unserer guten Laune hat es nicht geschadet.</p>
<p><figure id="attachment_1858" aria-describedby="caption-attachment-1858" style="width: 2448px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_ahr_marienthal-roecker_2540_20180825.jpg"><img loading="lazy" loading="lazy" decoding="async" src="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_ahr_marienthal-roecker_2540_20180825.jpg" alt="Herr Röcker vom Klostergut Marienthal zapft eine Fassprobe Spätburgunder &quot;Der Mönch&quot; 2017 ab" width="2448" height="3264" class="size-full wp-image-1858" srcset="https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_ahr_marienthal-roecker_2540_20180825.jpg 2448w, https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_ahr_marienthal-roecker_2540_20180825-113x150.jpg 113w, https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_ahr_marienthal-roecker_2540_20180825-225x300.jpg 225w, https://collegium-vini.de/wp-content/uploads/2018/08/collvini_ahr_marienthal-roecker_2540_20180825-768x1024.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 2448px) 100vw, 2448px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1858" class="wp-caption-text">Herr Röcker vom Klostergut Marienthal zapft eine Fassprobe Spätburgunder &#8222;Der Mönch&#8220; 2017 ab</figcaption></figure><br />
Herr Röcker führte uns dann durch den historischen Gewölbekeller aus dem 12. Jahrhundert, wo wir dann direkt aus dem Holzfass einen Spätburgunder 2017 „Der Mönch“ vom Weingut Kloster Marienthal probieren konnten.<br />
Zur rustikalen Winzervesper mit verschiedenen Rohschinken, Schweinebratenaufschnitt, Hausmacher Blut- und Leberwurst, Rauchmettenden und einer Auswahl regionaler und deutscher Käse verkosteten wir folgende Weine:<br />
2017 Weissburgunder, Weingut Meyer-Näkel<br />
2017 Illusion Spätburgunder, Weingut Meyer-Näkel<br />
2016 Spätburgunder Q.b.A., Weingut Meyer-Näkel<br />
2016 Frühburgunder, Weingut Meyer-Näkel<br />
2016 Spätburgunder „Blauschiefer“, Weingut Meyer-Näkel<br />
2016 Spätburgunder „S“, Weingut Meyer-Näkel<br />
2014 Neuenahrer Sonnenberg Spätburgunder GG, Weingut Meyer-Näkel</p>
<p>Ich glaube, wir konnten die burgundische Finesse in ihrer deutschen Ausprägung nahezu perfekt ergründen. Wir haben die burgundische Finesse nicht nur bei den Ahr-Weinen, sondern auch bei den Menschen, denen wir begegnet sind, erleben können. Insbesondere Julia Bertram erscheint mir als die Personifizierung der burgundischen Finesse. Wow. Um die Suche abzurunden, wünsche ich mir eine kleine Fortsetzung spätestens in 2020 zu unserer Jahrgangsprobe. Der Jahrgang 2018 verspricht ein ganz besonderer an der Ahr zu werden, so Paul Schumacher als auch Julia Bertram, wenn der September noch ein bisschen mitspielt. Und es sieht ja ganz danach aus. Wir sollten also bereits jetzt entsprechend ordern!</p>
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		<title>Tagesfahrt an die Ahr am 25. August 2018</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Klaus Rössler]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Jul 2018 14:53:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Liebe Collegiatinnen und Collegiaten, verehrte Gäste, wir laden Sie herzlich zu unserer Tagesfahrt an die Ahr am 25. August 2018 ein. Die Ahr gilt als eines der kleinsten und schönsten Weinbaugebiete der Welt, das sich auf einer Länge von nur fünfundzwanzig Kilometern zwischen Heimersheim und Altenahr zusammendrängt. Auf 560 ha Rebfläche entsteht hier gerade einmal [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Collegiatinnen und Collegiaten,<br />
verehrte Gäste,</p>
<p>wir laden Sie herzlich zu unserer Tagesfahrt an die Ahr am 25. August 2018 ein.</p>
<p>Die Ahr gilt als eines der kleinsten und schönsten Weinbaugebiete der Welt, das sich auf einer Länge von nur fünfundzwanzig Kilometern zwischen Heimersheim und Altenahr zusammendrängt. Auf 560 ha Rebfläche entsteht hier gerade einmal ein halbes Prozent des deutschen Weins.</p>
<p>[mappress mapid=&#8220;22&#8243;]</p>
<p>Fast alles dreht sich an der Ahr um Spätburgunder (Pinot Noir). Kein anderes Weinanbaugebiet der Welt hat sich so sehr auf eine Rebsorte konzentriert wie die Ahr auf diese Edeltraube. Die launische Diva unter den Reben spiegelt Klima und Böden wieder – und stellt hohe Ansprüche an beide. Das  Maß aller Dinge in Sachen Pinot Noir ist Burgund. Kalkhaltige Böden und Cool Climate sind mit die wichtigsten Faktoren für feine Frucht und Eleganz.	</p>
<p>An der Ahr dagegen finden wir überwiegend steile Terrassen mit Schiefergestein, teilweise aber auch Böden mit Lössauflage oder Vulkangestein vor. Das prägt die Weine, wobei die Weinmacher, die wir besuchen werden, die burgundische Finesse anstreben. Das heißt: weg von der barocken Opulenz mit viel Alkohol, bedingt durch späte physiologische Reife und Ernte sowie zu starken Holzeinsatz im Ausbau.</p>
<p>Angestrebt werden jetzt Weine, die eine gewisse „kühle Frische“ auszeichnen, also weniger Alkohol, Säurewerte eher Ende 5 als Anfang 5, sowie moderater Barriqueeinsatz mit französischer Eiche. Wir werden aber nicht nur Spätburgunderweine verkosten, sondern auch interessante Weißweine. Ferner darf der fast ausgestorbene Frühburgunder nicht fehlen, der an der Ahr sozusagen eine Renaissance erfahren hat.</p>
<p>Wir beginnen am Vormittag mit dem Weingut Paul Schumacher in Marienthal. Paul Schumacher betreut als Weinlaborant nahezu alle Weingüter an der Ahr. Er war einer der entscheidenden Motoren für das Umdenken an der Ahr. Er bewirtschaftet 4 ha und pflegt einen eigenen Weinstil. Er vergärt alle Weine spontan und keltert auf Potenzial. Manchmal werden ganze Trauben vergoren. Mit Kaltstandzeiten vor Beginn der Gärung arbeitet er ohnehin gern. Vorgesehen sind 8 Weine und zur Stärkung ein Tapas-Teller von der feinen Straußwirtschaft.</p>
<p>Am frühen Nachmittag erwartet uns eine 1 1/2-stündige Führung durch den stillgelegten Regierungsbunker. Ein 18 Kilometer langer Atomschutzbunker zwischen Bad Neuenahr-Ahrweiler und Dernau, bis zu 112 Meter tief, in den 1960ern angelegt, um die damalige Bonner Politelite während des kalten Krieges vor einer potentiellen atomaren Apokalypse zu bewahren. Sehr beeindruckend!</p>
<p>Danach sind wir bei Julia Bertram mit einer kleinen Weinprobe. Nach ihrem Bachelor of Science für Weinbau und Önologie (Hochschule Geisenheim) „setzte ihr eine 80-köpfige Expertenjury 2012 die Krone der Deutschen Weinkönigin aufs rotblonde Haupt“. An der Amtszeit als Weinhoheit im Fokus der Medien gewachsen, teilte sie die sechs familieneigenen Hektar mit der Mutter und schiebt ihre Spätburgunder seitdem unbeirrt ins öffentliche Interesse. Sie gilt ebenfalls als eine der Hoffnungsträger/innen für den neuen Weinstil an der Ahr.</p>
<p>Im Anschluss erwartet uns das Kloster Marienthal mit einem Glas Winzersekt und frischen Flammkuchenhäppchen im Klostergarten. Wir werden durch den historischen Gewölbekeller aus dem 12. Jahrhundert geführt und erfahren einiges über die Klostergeschichte. Einen hochwertigen Wein werden wir direkt aus dem Holzfass probieren. Dann erwarten uns mehrere Weine vom Weingut Meyer-Näkel und eine „Rustikale Winzervesper“.</p>
<p>Die Winzerlegende Werner Näkel gilt neben anderen Größen wie JJ. Adeneuer oder Gerhard Stodden als Pionier für den burgundisch geprägten Weinbau an der Ahr. Dem Klimawandel begegnet der 65-Jährige pragmatisch. „Unsere Kollegen im Burgund lesen in manchen Jahren bereits Ende August. Solange die nicht auf Syrah umsteigen, mache ich mir keine ernsthaften Sorgen.“</p>
<p>Die Teilnehmergebühr für diese Tagesfahrt beträgt 185,- € pro Person. Sie schließt Busfahrt, Weinproben und die Essen sowie alle Trinkgelder ein.</p>
<p>Bedenken Sie bitte bei dem Preis, dass wir es mit Steillagenwinzern zu tun haben. Zwölfhundert bis vierzehnhundert Arbeitsstunden muss der Weinbauer pro Hektar kalkulieren, das ist mehr als dreimal so viel wie in anderen Weinanbaugebieten. Deshalb haben die Weine von der Ahr auch ihren Preis, wenn er zum Glück auch noch weit von den Preisen für qualitativ gute Weine aus dem Burgund entfernt ist.</p>
<p>Anmeldungen nimmt Frau Machau per E-Mail Gerda.Machau@t-online.de oder schriftlich entgegen.</p>
<p>Bitte überweisen Sie gleichzeitig mit Ihrer Anmeldung den Reisepreis auf das Konto des Collegium Vini, Postbank Dortmund, IBAN DE96 4401 0046 0988 9904 62, BIC PBNKDEFF</p>
<p>Wir hoffen, dass dieses attraktive Programm viele Collegiatinnen und Collegiaten und gerne auch interessierte Gäste anspricht.</p>
<p>gez. Klaus Rössler							gez. Hans-Joachim Kraus</p>
<p>Hin- und Rückfahrt mit dem Bus am 25. August 2018:<br />
07:00 Uhr Abfahrt Friedrichsdorf Bahnhof<br />
07:30 Uhr Abfahrt Frankfurt Hauptbahnhof Südseite<br />
08:00 Uhr Abfahrt Wiesbaden Hauptbahnhof / Bussteig<br />
Ankunft in Wiesbaden, Frankfurt bzw. Friedrichsdorf ca: 22/00 Uhr/22:30 Uhr/23:00 Uhr</p>
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