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	Kommentare zu: Und was trinkt ihr so?	</title>
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	<description>Das Collegium Vini versteht seit 1951 Weinkultur als soziale Praxis, nicht als Disziplin. Wein wird mit Genuss im Kontrast der Landschaften, Rebsorten und Jahrgänge nicht erklärt, sondern besprochen.</description>
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		Von: Peter Hilgard		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Peter Hilgard]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Mar 2020 10:01:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Frage, was an den Zwanziger-Jahren des vergangenen Jahrhunderts „golden“ war ist mehr als berechtigt. Gemessen an der immensen Tristesse nach dem ersten Weltkrieg war das Aufkeimen demokratisch-freiheitlicher Gesinnung in der Weimarer Republik ein Hoffnungsschimmer, der die Kreativen zum Schaffen angeregt hatte, was wiederum ein wenig Glamour in die soziale Dunkelheit brachte. In der Rückschau wurde dies vordergründig als „goldener“ Schimmer am Horizont interpretiert. Gleichzeitig wühlten bereits die Totengräber des gesamten moralischen Wertesystems im Untergrund und brachten es auf brutalste Weise eine Dekade später zum Zusammenbruch. Ich finde die kollektive Mär von den „goldenen Zwanzigern“ unaufrichtig und realitätsfremd und hoffe sehr, dass ein Jahrhundert später keine Analogien mehr mit dieser Zeit gezogen werden müssen! 
Gerne folge ich der Anregung unseres Präsidenten und berichte von einem Wein, der unter den vielgeschmähten deutschen Rosés ein origineller Vertreter ist: Er stammt vom rheinhessischen Weingut Peth-Wetz in Bermersheim und ist der „2018 Klarett Rosé“, eine trockene Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Merlot und Cabernet Franc. Im Duft hat er rote Früchte und zarte Kräuter, beides findet sich im Geschmack wieder, unterlegt mit feinen Tanninen und spritziger Säure. Dies ist kein Mainstream-Rosé, sondern einer mit Charakter und Persönlichkeit, gerade richtig um zu zweit in der Corona-bedingten sozialen Isolation genossen zu werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Frage, was an den Zwanziger-Jahren des vergangenen Jahrhunderts „golden“ war ist mehr als berechtigt. Gemessen an der immensen Tristesse nach dem ersten Weltkrieg war das Aufkeimen demokratisch-freiheitlicher Gesinnung in der Weimarer Republik ein Hoffnungsschimmer, der die Kreativen zum Schaffen angeregt hatte, was wiederum ein wenig Glamour in die soziale Dunkelheit brachte. In der Rückschau wurde dies vordergründig als „goldener“ Schimmer am Horizont interpretiert. Gleichzeitig wühlten bereits die Totengräber des gesamten moralischen Wertesystems im Untergrund und brachten es auf brutalste Weise eine Dekade später zum Zusammenbruch. Ich finde die kollektive Mär von den „goldenen Zwanzigern“ unaufrichtig und realitätsfremd und hoffe sehr, dass ein Jahrhundert später keine Analogien mehr mit dieser Zeit gezogen werden müssen!<br />
Gerne folge ich der Anregung unseres Präsidenten und berichte von einem Wein, der unter den vielgeschmähten deutschen Rosés ein origineller Vertreter ist: Er stammt vom rheinhessischen Weingut Peth-Wetz in Bermersheim und ist der „2018 Klarett Rosé“, eine trockene Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Merlot und Cabernet Franc. Im Duft hat er rote Früchte und zarte Kräuter, beides findet sich im Geschmack wieder, unterlegt mit feinen Tanninen und spritziger Säure. Dies ist kein Mainstream-Rosé, sondern einer mit Charakter und Persönlichkeit, gerade richtig um zu zweit in der Corona-bedingten sozialen Isolation genossen zu werden.</p>
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