Eine Weinprobe im Collegium Vini

 

Ein Novemberabend im Steigenberger Hotel Bad Homburg: Jahrgangsprobe deutscher Weine im Collegium Vini. 50 Probenteilnehmer sitzen an runden Zehnertischen, vor jedem drei Weisswein- drei Rotweingläser und ein Wasserglas.

22 Weine werden an diesem Abend in Zweier- oder Dreiergruppen probiert, jeweils zwei Finger hoch in die Probengläser eingeschenkt. Die „Dramaturgie“ der Probe fördert Genuss und Verständnis der Weine: von schlichten zu komplexen Weinen, von trockenen zu edelsüßen, Rotweine in der ersten Hälfte der Probe. Zur Halbzeit reicht das Hotel ein warmes Gericht – perfekt abgestimmt auf den begleitenden Wein durch Guy Bonnefoit, Vizepräsident des Collegium Vini, renommiert als Gastronomieberater und Autor erfolgreicher Weinbücher.

So läuft ein typischer Probenabend im Collegium Vini ab. Seine Gründer haben es 1951 als „Lerngemeinschaft auf Gegenseitigkeit“ definiert. Die Collegiaten tauschen Wissen über Weine, Weinbau und Weinkultur aus. Sie üben sich darin, Weine differenziert zu beschreiben, ihre Qualität zu bewerten und in der Runde zu diskutieren. Dabei gibt es kein richtig oder falsch. Der oder die eine sagt, „mir schmeckt der Wein“, andere können zehn oder mehr seiner Geschmackskomponenten beschreiben. Jeder durchläuft bei der Weinverkostung seine eigene Lernkurve.

 

 

 

 

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