Sideways

Ich denke gerne darüber nach, wie der Wein lebt, wie er atmet. Ich denke gerne darüber nach, was in dem Jahr passiert ist, als die Trauben herangereift sind, wie die Sonne in diesem Sommer war oder ob es regnete. Ich denke an all die Menschen, die die Trauben gehegt, gepflegt und gelesen haben, und wenn es ein alter Wein ist, wie viele von ihnen bereits gestorben sind.
Ich liebe es, wie der Wein sich immer weiter entwickelt, wie er heute, wenn ich eine Flasche öffne, anders schmeckt als wenn ich sie an einem beliebigen anderen Tag geöffnet hätte. Denn Wein ist wie das Leben – er entwickelt sich ständig weiter und gewinnt an Komplexität. Und dann erreicht er seinen Höhepunkt – so wie dein 61er – und sein langsamer und unvermeidlicher Niedergang beginnt. Und es schmeckt so verdammt gut.

Maya (Virgina Madsen) in „Sideways“, 2004 (Regie: Alexander Payne)

I like to think about the life of wine, how it’s a living thing. I like to think about what was going on the year the grapes were growing, how the sun was shining or if it rained. I think about all those people who tended and picked the grapes, and if it’s an old wine, how many of them must be dead by now. I like how wine continues to evolve, like if I open a bottle of wine today it will taste different than if I had opened it on any other day. Because a bottle of wine is actually alive—it’s constantly evolving and gaining complexity. That is, until it peaks—like your ’61—and then it begins its steady, inevitable decline. And it tastes so fucking good.

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