Tagesfahrt an die Hessische Bergstraße am 22. August 2015

Liebe Collegiatinnen und Collegiaten, verehrte Gäste,

wir laden Sie herzlich ein zu unserer Tagesfahrt an die Hessische Bergstraße am 22. August 2015. Das Programm dieser Fahrt wurde von unserem Mitglied Herrn Dietfried Hackethal – er lebt selbst in Bensheim an der Hessischen Bergstraße- zusammengestellt.

Fürstenlager Bensheim (c) CC BY-SA 3.0 Luidger

Fürstenlager Bensheim (c) CC BY-SA 3.0 Luidger

Bereits vor 2000 Jahren entdeckten die Römer die Wald- und Blütenschönheit der „strata montana“, der Bergstraße, die sich an den Westhängen des Odenwaldes von Darmstadt bis nach Heidelberg zieht. Sicher hat sie das südliche Klima der Region bewogen, die ersten Reben auf den sonnenbeschienenen Hügeln zu pflanzen. Am südwestlichen Rand der Lage Bensheimer „Hemsberg“ fand man Reste einer römischen Villa, die auf ca. 200 n. Chr. datiert wurden. Dieser Gutshof war komplett unterkellert, was ein recht sicherer Hinweis auf den frühen Weinbau hier ist.

Von den Mönchen des in der Nähe gelegenen Reichsklosters Lorsch wird im Jahr 766 im berühmten „Codex Laureshamensis“ der Bergsträßer Weinbau erstmals urkundlich erwähnt.

Das Gesamtgebiet „Bergstraße“ wurde 1803 zwischen Darmstadt und Heidelberg hessisch und der südliche Teil bis Heidelberg badisch.

Nach der Trennung 1971 wurde die „Hessische Bergstraße“ selbständiges Weinbaugebiet. Das Gebiet ist in zwei Bereiche, drei Großlagen und 23 Einzellagen gegliedert und umfasst ca. 455 ha Rebfläche.
Südlich von Darmstadt beginnt der Bereich „Starkenburg“. In Seeheim und Alsbach tauchen die ersten vereinzelten Weinberge auf, ab Zwingenberg wird die Rebfläche geschlossener. Im Schutze des Melibokus, der höchsten Erhebung an der Bergstraße, gedeihen die Reben bestens. Weitere Schwerpunkte des Weinbaues gibt es in Auerbach, Bensheim und Heppenheim sowie in den aus dem Odenwald einmündenden Seitentälern. Südlich von Heppenheim endet der Bereich kurz vor dem Weinort Laudenbach an der hessisch-badischen Landesgrenze.

In Auerbach und Bensheim dominieren Granitverwitterungsböden, in einigen Heppenheimer Lagen tritt gelber Buntsandstein auf. Es gibt kristallinen Schiefer, warme Sand- und Lössböden ünd Quarzporphyr. Die unterschiedliche Bodenbeschaffenheit beeinflusst den Charakter der Weine.

Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 11°C, dazu kommen pro Jahr fast 1700 Sonnenstunden und 680 mm Niederschläge. Durch den zeitigen Frühling und den spät einsetzenden Herbst gibt es eine relativ lange Vegetationsperiode mit bester Sonneneinstrahlung und ausreichenden Niederschlägen. Dadurch ergeben sich optimale Bedingungen für den Weinbau.

An der Hessischen Bergstraße sind es vorwiegend altbewährte Kulturrebsorten, welche besonders gebietstypische Weine hervorbringen.

Im Bereich „Starkenburg“ hält bei den Weißweinen der Riesling mit einem Rebflächenanteil von ca. 49 % weiterhin den ersten Platz. Ihm folgt der Grauburgunder mit 10 %. Dann kommen schon Müller-Thurgau und Weißburgunder (je 5 %), Silvaner (2,5 %) und Kerner (2 %). Alle anderen weißen Sorten haben nur einen geringen Anteil. Insgesamt wächst auf knapp 80 %der Rebfläche Weißwein.

Rotweine sind mit den verbleibenden 20 %zwar deutlich in der Minderheit, aber ihr Anteil steigt weiter. Angebaut werden vor allem Spätburgunder (11 %) und Dornfelder (2,8 %).

Unser Programmablauf:
10 Uhr:
Gebietsweinprobe Bergsträßer Weine
im Viniversum-Verkostungs- und Präsentationsraum „Steinkopf-Zimmer“ der Bergsträßer Winzer e.G. Heppenheim.
8 Probenweine fachgemäß und professionell vorgestellt von Stephan Backeberg, Staatlich geprüfter Sommelier.

13 Uhr:
Mittagessen im Restaurant Landgasthof Herrenhaus im Staatspark Fürstenlager Bensheim-Auerbach.
Speisen in historischem Ambiente mit wunderbarer Aussicht, zubereitet und präsentiert von Küchenchef Marco Erdmann.
Anschließend Führung durch das „Fürstendorf`.

16 Uhr:
Gutsweinprobe im Weingut Götzinger, Bensheim-Zell.
Walter Götzinger, fachprofessionell motivierter Jungwinzermeister, erster Anbauwinzer des Roten Rieslings, präsentiert 5 Probenweine (davon ein Roter-Riesling-Sekt und eine Roter-Riesling-Auslese).
Weingut Götzinger, in einem Bensheimer Seitental gelegen, hat sich mit 14 ha Rebfläche in den letzten Jahren zu einem der qualitativ bedeutendsten privaten Vermarkter an der Bergstraße entwickelt.
Im Weingut Götzinger wird uns ein Abendimbiß gereicht.

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Die Teilnehmergebühr für diese Studienfahrt beträgt EUR 115,00 pro Person.

Anmeldungen nimmt Frau Machau gerne via Anmeldeformular entgegen.

Bitte überweisen Sie gleichzeitig mit Ihrer Anmeldung den Reisepreis auf das Konto des
Collegium Vini
POSTBANK DORTMUND
IBAN DE96 4401 0046 0988 9904 62
BIC PBNKDEFF

Wir hoffen, dass dieses attraktive Programm viele Collegiatinnen und Collegiaten und gerne auch interessierte Gäste anspricht und freuen uns auf Ihre Teilnahme.

Mit herzlichen Grüßen

gez. Dr. Klaus Schubäus gez. Dietfried Hackethal

Abfahrtszeiten mit dem Bus am 22.08.2015
08:00 Uhr Abfahrt Friedrichsdorf Bahnhof
08:30 Uhr Abfahrt Frankfurt Hauptbahnhof Südseite
(Bitte eventuelle weitere Haltepunkte mit Frau Machau abstimmen)
Die Rückreise beginnt ca. 19:30 Uhr

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