Gesellschaft für Geschichte des Weines

Liebe Collegiatinnen und Collegiaten,
im Folgenden stellt sich Ihnen die Gesellschaft für Geschichte des Weines in einem Beitrag ihres Geschäftsführers Herrn Eduard Merkle vor. Schon zu Zeiten von Herrn von Pufendorf gab es Kontakte zwischen der Gesellschaft und dem Collegium Vini. Eine Reihe von Collegiaten sind Mitglieder der Gesellschaft. In ihrer Schriftenreihe gibt sie höchst lesenswerte Beiträge zur Weingeschichte heraus. Dem historisch interessierten Weinliebhaber vermittelt das Programm der Gesellschaft reiche Anregungen.

Gesellschaft für Geschichte des Weines

Gesellschaft für Geschichte des Weines


GESELLSCHAFT FÜR GESCHICHTE DES WEINES E.V.
(gegründet 1959 – Sitz Wiesbaden)

Der Name gibt es vor: Die „Gesellschaft für Geschichte des Weines“ betreibt die Erforschung der Weingeschichte – und dies mit vielen Facetten. Sie widmet sich u.a. der Geschichte zu den Themen
• Rebsorten,
• Anbautechniken,
• Weinlagen,
• Kellerwirtschaft und Weinbereitung,
• Schaumweinproduktion,
• Anbaugebiete,
• Weinkultur,
• Weinbrand,
• Weinhandel.
Die wichtigste Aktivität der Gesellschaft ist die Herausgabe
• der Schriften zur Weingeschichte (bis zum Jahr 2014: 183 Hefte)
• des biographischen Lexikons Persönlichkeiten der Weinkultur (2. Aufl. 2002, mit laufenden Ergänzungen im Internet).
Mit Unterstützung durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (Bonn), der Förderung des Deutschen Weininstituts (Mainz) sowie technisch realisiert von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (Bonn) ist die Gesellschaft Herausgeber der Internet-Datenbank Bibliographie zur Geschichte und Kultur des Weines [=Schoene3] (mehr als 29.900 verzeichnete Titel, Stand April 2014).
Außerdem unterhält die Gesellschaft eine
weingeschichtliche Bibliothek (als Abteilung in der Hauptbibliothek der Hochschule Geisenheim: zurzeit ca. 2.000 Bände),
Sammlung von historischen Münzen mit Weinmotiven (im „Museum für Weinkultur“, Deidesheim),
Sammlung von Briefmarken mit Weinmotiven,
• Sammlung von historischen Weinetiketten.
Unsere Mitglieder (im Jahre 2014: 810) sind zum Beispiel
• historisch interessierte Weinfreunde,
• weininteressierte Historiker,
• Weinbaufachleute,
• Winzer,
• Weinhändler.
Diese versammeln sich regelmäßig im Frühjahr und Herbst zu Tagungen mit
• wissenschaftlichen Vorträgen,
• Weinproben,
• einem umfangreichen Kulturprogramm.
Der Mitgliedsbeitrag von 40 Euro (5 Euro für Lebenspartner und Auszubildende/Studierende; Stand 2012) umfasst
• die Zusendung der „Schriften zur Weingeschichte“ (in der Regel drei Hefte jährlich),
• die Zusendung der „Mitteilungen der Gesellschaft“ (jährlich drei Hefte mit Nachrichten und Berichten für die Mitglieder und Buchbesprechungen aus der Welt des Weins),
• einen ermäßigten Teilnehmerbeitrag bei den Tagungen.
Das Logo der Gesellschaft sind Weinpokal und Efeublatt. In diesen beiden traditionellen Attributen des antiken Weingottes Dionysos bzw. Bacchus spiegeln sich die Zielsetzungen der Gesellschaft wider. Der Weinpokal steht für den Weingenuss und die Gastfreundschaft. Dem Efeu hingegen als Sinnbild des Schattens und der Kühle schrieb man die Kraft zu, die Glut des Weines zu löschen. Weinpokal und Efeu sind also die Symbole eines kulturbewussten Umgangs mit dem Wein, wie ihn die Gesellschaft durch die wissenschaftliche Erforschung der Geschichte des Weines zu fördern beabsichtigt. Sie lässt sich dabei von der Gewissheit leiten, dass die Weinkultur ein Teilbereich der abendländischen Geschichte ist, der sich nicht nur auf die Vergangenheit beschränkt, sondern auch der Gegenwart Wesentliches zu geben vermag.
Die Mitgliedschaft wird durch Abgabe einer vorgedruckten Beitrittserklärung (English version) an den Geschäftsführer und deren Bestätigung sowie Zahlung des Mitgliedsbeitrages erworben.
 
Baindt, 21. April 2014

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